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Eutingen Rund ein Jahr lang werden Szenen gedreht

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Andreas Kogel von Ankox (zweite Reihe, von rechts), Filmemacher Oliver Lozano und Produzent Daniel Kammerer freuen sich, der Damenmannschaft und Vereinsfunktionären des SV Eutingen den ersten Film über die Damenmannschaft zu präsentieren. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Gespannt fieberten mehr als 25 SVE-Damen, Betreuer und Vereinsfunktionäre der Filmpräsentation des ersten professionellen Films über den SV Eutingen entgegen.

Eutingen. Vor allem die Man nschaftsführerinnen Kim Ruoff und Marie Johner freuten sich, kamen sie in dem gesponserten Film von Ankox und el Pistolero Studios in Interviews zu Wort. Nun soll der Film als Imagefilm über Damenfußball beim DFB eingereicht werden.

Ganz zufällig hatte Trainer Norbert Nesch seinen ehemaligen Fußball-Kameraden An-dreas Kogel auf dem Eutinger Sportgelände angesprochen. "Du könntest uns auch mal ein paar Trikots zahlen, hat Norbert so gemeint. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und wollte zudem etwas Nachhaltigeres", erklärt Andreas Kogel. Er war jahrelang mit dem Fußball verbunden und ist heute noch oft auf dem Sportplatz zu sehen. Seine Tochter Yara Kogel kickt ebenfalls beim SVE. Neben Warm-Mach- und Spieler-Trikots lud er die Damen des SV Eutingen zu einem Filmdreh ein, mit dem sie ihre Begeisterung am Fußballsport zum Ausdruck bringen können. Der Imagefilm sollte nicht nach einem festen Drehbuch umgesetzt werden, sondern Emotionen und Authentizität vermitteln.

Da Andreas Kogel beruflich über sein Unternehmen Ankox schon seit zwölf Jahren mit el Pistolero Studios zusammenarbeitet, holte er sich ein Angebot bei den Filmemachern Oliver Lozano und Daniel Kammerer. Beide hatten schon einige Fußballer begleitet und großen Spaß am Dreh mit der Eintracht Frankfurt gehabt, weshalb sie ihre Filmleistung sponserten.

"Das ist was Besonderes, was ihr habt. Die Verbindung gibt es sonst nicht", dankte Lozano für die tollen Begegnungen und einmaligen Momente.

Nicht nur beim Training

Denn das Drehteam war nicht nur beim Training oder bei Spielen in Eutingen auf dem Platz. Da die Spielerinnen zum Teil bis zu 60 Kilometer für ihren Sport auf sich nehmen, begleitete das Drehteam sie auch auf ihren Wegen von der Wohnung zum wöchentlichen Hobby. Ob am Bahnhof in Bondorf, in der Wohnung einer Spielerin oder in Eutingen am Rathaus – zahlreiche Szenen wurden rund ein Jahr lang eingefangen.

Eig entlich sollte der Film schon längst veröffentlicht werden, doch Corona hatte dem Team einen Strich durch die Rechnung gemacht, und so warteten alle gespannt. Passend zum Trainingswochenende sollte daher der Film nun allen gezeigt werden. Zuvor trainierten die Damen noch und setzten sich frisch geduscht und teilweise noch mit nassen Haaren an die Tische in der Eutinger "Auszeit". Bei Wurstsalat und warmen Speisen verfolgten sie den Film, mussten öfter lachen oder innehalten, als beispielsweise perfekte Pässe in Toren mündeten oder die Mannschaftsführerinnen ihre Emotionen offenbarten. "Wenn ich nicht in Eutingen spiele, dann fällt was weg. Ich bin dort groß geworden", erklärte Kim Ruoff, wie viel ihr der Frauenfußball beim SVE bedeutet. Jede, die kicke und den langen Weg auf sich nehme, sei ein bisschen verrückt – zumindest fußballverrückt. Dabei würde die Mannschaft aus so viel mehr als nur aus sportlichen Ambitionen bestehen. Die Mannschaftsführerin zählte gesellige Momente auf, wobei die Zuschauer auch ein paar Einblicke in diese bekamen. Dass die SVE-Damen eine Einheit bilden, hatte auch Produzent Daniel Kammerer beim Dreh bemerkt. "Es würde mich freuen, wenn noch mehr Leute so etwas machen würden, wie ihr", betonte er, dass er als aktueller Stadtmensch so ein Vereinsleben nicht kenne, es aber schätze. "Kleine Vereine wie wir machen große Vereine möglich", unterstrich Marie Johner, dass der regionale Sport wichtig sei. Denn so werde bereits von klein auf Talent gefördert, mit dem man sich vielseitig in unterschiedlichen Bereichen in den Verein einbringen könne.

Als gelungen beschrieb Kogel den Film, denn dieser zeige das große Engagement des SV Eutingen. Dieser habe nicht nur ein einzigartiges Sportgelände geschaffen, sondern auch sportlich einiges erreicht. "Ich ziehe den Hut. Das hier ist einmalig. Der Einsatz und der Zusammenhalt der Damenmannschaft ist wirklich groß", betonte er, warum das rund 25 000 Euro teure Projekt mit den SVE-Damen umgesetzt wurde. Er hoffe, dass der Film noch oft gezeigt werde. Zumindest soll dieser nun beim DFB eingereicht und auch der dortigen Frauenbeauftragten gezeigt werden. "Wir wollen es probieren. Mal schauen, was damit passiert", merkten die Produzenten an. Der Link zum Film werde nun den SVE-Funktionären geschickt, die unter großem Applaus für ihren ersten Film dankten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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