Während des Weihnachtsgeschäfts geht es heiß her bei der Deutschen Post: Ein Mitarbeiter bearbeitet zwischen 200 und 250 Pakete pro Tag. Foto: DHL

DHL beschäftigt in Hochsaison bis zu 400 Mitarbeiter. Paketmengen wachsen vor Fest um mehr als Doppelte.

Eutingen - Zu keiner anderen Zeit im Jahr wird so viel gekauft, bestellt, verschickt und umgetauscht wie rund ums Weihnachtsfest. In den Paketzentren der Deutschen Post herrscht deshalb mit bis zu 32.000 pro Stunde sortierten Paketen Hochbetrieb, und der beginnt nicht erst in den Adventswochen, sondern schon lange vorher, teilt DHL mit.

 

Von Oktober bis Januar ändere sich auch im Paketzentrum in Eutingen im Gäu einiges: die Zahl der Mitarbeiter wächst, der Fuhrpark ebenfalls, Schichtpläne werden geändert. Und die Stimmung ist ganz anders als unterm Jahr: angespannt und konzentriert.

Es klingt absurd, aber Weihnachten beginne im Paketzentrum Eutingen dann, wenn in Baden-Württemberg die Schüler in die Sommerferien gehen: im Juli. Die Sendungsmengen beginnen ab dem Spätsommer bereits langsam zu steigen, und damit das Weihnachtsgeschäft, im Postjargon "Starkverkehr", rund läuft, müsse spätestens jetzt mit den konkreten Planungen begonnen werden.

Paketmengen wachsen um mehr als das Doppelte

Pressesprecher der DHL Group, Gerold Beck, erklärte: Weihnachten sei im Postverkehr die mit Abstand intensivste Zeit des Jahres, die Paketmengen wachsen in den Wochen vor dem Fest um mehr als das Doppelte - Tendenz steigend. "Das Weihnachtsgeschäft hat in den vergangene Jahren enorm zugenommen", sagte Beck. Die Prognosen für dieses Jahr sollen noch übertroffen werden. Dafür Verantwortlich: das Internet. Rund um die Adventszeit seien zwar schon früher deutlich mehr Pakete verschickt worden, doch durch den Onlinehandel nehmen die Mengen an Paketen die im Paketzentrum bearbeitet werden, weiter zu. "Gerade am vergangenen Wochenende wurden noch mal zahlreiche Geschenke online gekauft. Und jeder will natürlich, dass sein Paket bis Heiligabend angekommen ist. Das bedeutet für die Zusteller enormer Stress", erklärte Beck.

Ein Zusteller könne zwischen 200 und 250 Paketen am Tag bearbeiten. "Heute, am 17. Dezember, ist der heißeste Tag im Paketzentrum in Eutingen. Die ganzen Bestellungen vom Wochenende müssen raus", erklärte Beck.

Bis zu 400 Angestellte

Mit den Sendungsmengen wachse in Eutingen auch die Belegschaft: Sie wird um Aushilfskräfte verstärkt, die zum Großteil schon im Herbst angeworben wurden. Während der Hochsaison arbeiten in Eutingen zwischen 300 und 400 Mitarbeiter.

In den Tagen kurz vor Weihnachten, in denen die Mengen ihren Höhepunkt erreichen, seien bundesweit täglich mehr als elf Millionen Paketsendungen unterwegs. Das Team im Paketzentrum Eutingen sei auch auf diese intensivste Phase gut vorbereitet. Für alle Eventualitäten gebe es entsprechende Notfallpläne: So wird etwa das Team der Techniker während der kritischen Phase personell verstärkt, damit immmer jemand auf Abruf ist. Der einzige Unsicherheitsfaktor bleibe das Wetter: Ein plötzlicher massiver Wintereinbruch könne die sonst so effizienten Abläufe im Paketzentrum erheblich stören und zu Verzögerungen führen. Auch wenn dieses Risiko gering sei, gehen Kunden auf Nummer Sicher, wenn sie ihre Geschenke rechtzeitig verschicken.

Wenn am 24. Dezember die letzten Pakete das Paketzentrum verlassen haben und in die Zustellung gehen, breche auch für die Belegschaft mit dem Heiligabend eine Verschnaufpause an. Lange währt die allerdings nicht: Direkt nach Weihnachten bleiben die Sendungsmengen zunächst hoch, Geldgeschenke und Gutscheine werden zum Bestellen genutzt und ungeliebte Geschenke werden umgetauscht. Erst im Februar gehen die Mengen wieder zurück, dann beginne für die Mitarbeiter im Paketzentrum Eutingen eine ruhigere Zeit.

Info: So kommen Pakete sicher an

 Damit Pakete rechtzeitig zum Weihnachtsfest ankommen sollten sie bis zum 20. Dezember abgegeben werden, in manchen Postbank-Filialen auch noch bis zum 21. Dezember, 10 Uhr, damit sie spätestens am 24. Dezember ankommen, teilt DHL mit.

 Damit Weihnachtsgeschenke heil ans Ziel kommen, rät die Post, sie gut zu verpacken. Mit ein paar Tricks sei das kein Problem: Ein Karton sei ideal, wenn er groß genug ist für ausreichend Polsterung, aber nicht so groß, dass sich Hohlräume bilden können, an denen sich der Karton eindrücken lässt. Wenn mehrere Gegenstände verpackt werden, sollten sie jeweils einzeln gepolstert werden und sich nicht berühren, damit nichts zu Bruch geht. Schweres sollte im Karton unten liegen, Leichtes oben. Zum Polstern würde sich je nach Gewicht Luftpolsterfolie oder für schwere Sendungen geknautschtes Kraftpapier eignen. Zum Schluss sollte der Karton gut mit breitem Klebeband verschlossen werden.