Ehrungen gab es bei der "Luschdigen Bruat" (von links): Manuela Weitbrecht, Jochen Walz, Jochen Bös und Vorstand Marcus Wolfersperger. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder-Bote

"Luschdige Bruat" erlebt allerhand

Von Peter Morlok Eutingen-Göttelfingen. Die zeitlich vielleicht schnellste, auf jeden Fall aber unterhaltsamste Hauptversammlung lieferte die "Luschdige Bruat" ab. Der Namen ist nicht nur bei den musikalischen Auftritten der Gugga-Band Programm, sondern gilt durchgängig das ganze Jahr über.

 

Nichts konnte die gute Laune bremsen: Auch nicht widrige Umstände, wie bei der Heimfahrt vom "Gugguba" in Hechingen. Dortt wurden die Guggenmusiker vom Blitzeis überrascht, und ihr Bus blieb in der Nähe von Bietenhausen auf freier Strecke stecken. Nichts ging mehr und "Bietenhausen" wurde deshalb zum Unwort des Jahres gekürt. Trotz dieser ungemütlichen Nacht im Bus sorgte die Erinnerung bei der Versammlung für große Heiterkeit.

Ebenso gab es schallendes Gelächter, als Schriftführerin Manuela Weitbrecht die Rückfahrt aus der Schweiz erwähnte, als man den "Löli-Tuuter" in Bottighofen einen Gegenbesuch abstattete. Die Schweizer tuteten im Januar bei den Göttelfingern auf deren Guggaball mit. Aber nicht nur bei Gastspielreisen kann man so einiges erleben. Das wurde in mehreren Berichten deutlich.

So erinnerte Tambour Frank Bär an das große Probenwochenende, das man in Wolfach-Kirnbach abhielt. Im Ferien- und Freizeithaus "Moosenmättle", das tief versteckt im Wald liegt, fand der musikalische Leiter traumhafte Bedingungen vor. Kein Handyempfang, kein Internet – nur Ruhe und Konzentration. Blöd ist dann halt, wenn man Zuhause die Noten der neuen Songs vergessen hat, die man einüben wollte. Nix war’s mit eben mal "schnell rüber mailen".

Bei "Gugga-Explosion" in Lörrach eine gute Figur abgegeben

Anja Schneider vom Musikverein, die die Grußworte der Vereinsgemeinschaft überbrachte, fand dieses Szenario trotzdem toll. "Ein Proberaum ohne Handyempfang – da müssen wir hin".

Gelohnt hat sich das Probenwochenende für die Göttelfinger Fasnetsmusiker auf jeden Fall. Zwischenzeitlich sind sie so bekannt, dass sie in diesem Jahr sogar zur "Gugga-Explosion" nach Lörrach eingeladen wurden. Da nahm man gern den anstrengenden Tag, bei dem man an verschiedenen Orten in der Stadt auftrat, in Kauf. Tausende von Menschen hörten dabei die "Luschdige Bruat" und erfreuten sich an ihrem Sound. Ein besonderer Dank ging für diese Auftrittsvermittlung von Vorstand Marcus Wolfersperger an die Tourmanager Sina Vaas und Stefan Sink.

Auftritte während der Fasnet – von der Prunksitzung bis zum Schulauftritt –, Proben und vor allem die so wichtige Mitgliederwerbung waren weitere Themen, mit denen sich die Musiker im letzten Jahr beschäftigen mussten.

Insgesamt liegt eine anstrengende und erfolgreiche Fasnetssaison hinter ihnen, bei der sie manchmal bei der Besetzung der Band fast schon zaubern mussten. Die Personaldecke sei zu dünn. Elf fehlende Instrumentalisten sind einfach schwer zu verkraften. Bei den meisten Auftritten konnte man sich jedoch mit Gastmusikern verstärken, so dass der volle Gugga-Sound trotzdem satt über die Lautsprecher kam.

Tambour Frank Bär wird trotz stärkerer beruflicher Beanspruchung weitermachen, versprach er, wird jedoch des Öfteren das Dirigentenamt an Stefan Sink oder Michael Kregel abgeben.

Zum Abschluss der Hauptversammlung durfte Wolfersberger vier Jubilare beglückwünschen. Jochen Walz ist seit 20 Jahren dabei und auf zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft können Jochen Bös, Tanja Schwarz und Manuela Weitbrecht zurückblicken.