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Eutingen OP-Krankenschwester berichtet von Arbeitsalltag

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Alexandra Pusch aus Eutingen bei der Arbeit als OP-Krankenschwester an der Universitätsklinik in Tübingen. Foto: Privat

Eutingen - Jeden Tag kann sich für die OP-Krankenschwester Alexandra Pusch aus Eutingen etwas ändern, denn aufgrund der Corona-Vorsichtsmaßnahmen wird an ihrem Arbeitsplatz im Universitätsklinikum in Tübingen ständig etwas umorganisiert. Wie Alexandra Pusch von ihrem Arbeitsalltag berichtet, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Dieser hat sich bei der 23-Jährigen stark verändert. Kürzlich erkundete sie noch mit der SVE-Theatergruppe "Jupiter" Berlin. "Wir hatten Glück, denn wir konnten unser Programm ohne Probleme absolvieren. Im Bundeskanzleramt und im Bundestag waren wir jeweils die letzte Gruppe, die noch reindurfte. Auch beim THW und in den Ministerien war es sehr informativ und lehrreich." Sie traf noch Freunde und ging dem Sport nach, schon ist Quarantäne und jeden Tag eine Neuerung angesagt – vor allem am Arbeitsplatz.

"Die Operationen, die sich verschieben lassen, sind verschoben. Doch die meisten Patienten sind sehr krank und wir müssen sie operieren", erklärt Pusch und fügt hinzu: "Im Schnitt ist es weniger geworden, weil wir für den Krisenfall freie Betten benötigen."

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Jeden Tag könne sich einiges ändern, daher weiß sie auch: "Wenn ich morgens ins Geschäft komme, ist es immer eine kleine Überraschung, was über die Nacht passiert ist. Wir wissen nicht ob die Operationen, die für den nächsten Tag geplant sind, überhaupt stattfinden können, oder ob die Krisensituation ausgebrochen ist." Doch sie lasse sich davon nicht beirren und mache ganz normal weiter, denn in einem OP-Saal ist höchste Konzentration gefordert.

Die Herausforderungen bei der Beschaffung von Schutzausrüstung habe auch sie mitbekommen. "Wir haben nicht mehr genügend Mundschutz und Desinfektionsmittel, um uns ausreichend schützen zu können. Es ist sehr traurig, dass die Diebstähle so riesig sind und wir uns und auch die Patienten, die darauf angewiesen sind, nicht schützen können. Die Materialien werden schon drastisch reduziert, sodass wir so lange wie möglich die Notfallversorgung aufrechterhalten können." Daher appelliert sie an alle Einkäufer, sich besonnen mit Desinfektionsmitteln und weiterem einzudecken. Kranke Menschen, die darauf angewiesen sind, sollten die Möglichkeit haben, weiter Desinfektionsmittel, Einmal-Handschuhe und weiteres zu kaufen. Ebenfalls sollte das Krankenhaus seinen Alltagsbetrieb umsetzen können und nicht etwa die benötigten Arbeitsmaterialien sichern müssen.

Vorgaben sind umfangreich

Die Empfehlungen und Vorgaben des Staates sowie vo m RKI seien umfangreich und sollten befolgt werden. "Macht keine Hamsterkäufe und klaut keinen Mundschutz sowie Desinfektionsmittel. Macht keine ›Corona- Partys‹, das ist einfach nur unnötig. Aber das wichtigste ist wirklich: Bleibt zuhause, meidet soziale Kontakte, außer es geht nicht anders. Wenn es einer von euch bekommt, dann verfallt nicht in Panik, ruft beim Gesundheitsamt an und diese werden euch weiterhelfen", betont die 23-Jährige.

Aus ihrer Berufserfahrung heraus weiß sie, dass die Patienten im Krankenhaus gut versorgt seien. Panik verschärfe die aktuelle Situation, so Pusch, die sich keine Sorgen um ihre Gesundheit bei der Arbeit mache, immerhin habe sie keinen direkten Kontakt zu Corona-Fällen und würde auch in diesem Bereich keine Operationen mit durchführen. "Ich bin ein junger und gesunder Mensch und denke, ich werde schnell wieder fit, selbst wenn ich Corona haben sollte", sagt sie.

Gespannt sei sie, wie sich alles weiterentwickele. Allen in ihrem Umfeld wünsche sie, dass sie gesund bleiben und sich mit der Einhaltung der Präventionsmaßnahmen keine Krankheiten einfangen. Dann könne bald wieder der "Alltag" aufgenommen werden. Auf ein normales Leben mit Freunden treffen und Vereinswelt erleben freue sie sich jetzt schon.

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