Ob es eine Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Eutingen geben kann, ist angesichts der Haushaltslage fraglich. (Archivfoto) Foto: Daniel Begemann

Durch zahlreiche Sparmaßnahmen möchte die Gemeinde Eutingen gut 100.000 Euro sparen.

Das Gesamtwerk des Haushaltsplanes haben Eutingens Kämmerin Dorothee Stämmler und Bürgermeister Markus Tideman fertig gestellt – in der jüngsten Ratssitzung stellten sie das komplexe Zahlenwerk vor und erläuterten es.

 

Mit immensem Kraftaufwand gelingt es Eutingen, durch Streichen, Schieben und eindampfen von Haushaltspositionen insgesamt fast 101.300 Euro in diesem Haushaltsjahr einzusparen. Anvisiert waren zunächst 50.000 Euro. Nun wird mehr eingespart – insgesamt, so Bürgermeister Tideman, soll es eine Verbesserung von 115.102 Euro beim ordentlichen Ergebnis geben – nach der Aktualisierung aller Daten im Ergebnishaushalt. Einige Grundstücksverkäufe sollen ins kommende Jahr verschoben werden.

Kämmerin Stämmler erklärte, dass man auch bei der Liquidität besser abschneide als geplant. Denn: Es gibt Gewerbesteuer-Mehrerträge. Man haue bei verschiedenen Posten die Bremse rein – insgesamt seien jetzt „Verbesserungen da.“

Keine Kreditaufnahmen

Für das kommende Jahr 2027 seien keine Kreditaufnahmen geplant. Hier gebe es ja dann die geschobenen Grundstücksverkäufe. Ins Jahr 2029 schieben will Eutingen die Hallensanierung. Auch bei anderen Gebäuden und Straßen gebe es derzeit einen Sanierungsstau.

Im Jahr 2029 wird die Pro-Kopf-Verschuldung in Eutingen bei 1820 Euro liegen. Dann werden Kreditaufnahmen den Gemeindehaushalt belasten. Doch für dieses Jahr zieht Bürgermeister Markus Tidemann die positive Bilanz, „dass das Konsolidierungsprogramm wirkt.“

Verschiedene Positionen sind fraglich – etwa ob es eine Sanierung des Lehrschwimmbeckens geben soll oder nicht. Kämmerin Stämmler meinte auf Nachfrage aus dem Gremium, dass die Bundesmittel aus dem Sondervermögen der Bundesrepublik bereits eingeplant seien.

Auch kleinere Ausgaben gestrichen

Für 2026 gestrichen werden etwa die Erarbeitung eines Leitfadens für das kommunale Krisen- und Notfallmanagement oder auch Möbelkäufe für die Flüchtlingsunterbringung. Es gibt keine Aus- und Fortbildung des Bürgermeisters, eingespart wird auch an einem neuen Diensthandy oder an einem Drucker für das Bürgerbüro. Eine Organisationsuntersuchung der Verwaltung wird zunächst gestrichen, ebenso einheitliche Dienstkleidung der Mitarbeiter. Auch an der EDV-Ausstattung wird zunächst gespart. Ebenso wird die Umstellung der Dachverkabelung auf Erdverkabelung gespart. Insgesamt ergeben diese Positionen einen globalen Minderaufwand – 101.300 Euro werden so erwirtschaftet.