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Eutingen Manche Traditionen müssen derzeit neu interpretiert werden

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Rund um die Eutinger Kindergärten sind aktuell einige Aktionen umgesetzt worden, worüber Klein und Groß in Kontakt bleiben. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Eutingen (af). Der Maieinzug in den Sankt-Georg-Kindergarten in Eutingen ist ein lang gepflegter Brauch, der dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie fast weggefallen wäre. Das Kindergarten-Team hatte jedoch eine Idee und auch das Team des Kinderhauses "Fantadu" zeigt sich kreativ.

Am Kindergartenzaun hängt ein Foto der Mariengrotte, die im Garten des katholischen Kindergartens steht. Das Kindergarten-Team stellte dazu selbst verzierte Vasen mit Wasser. So konnten die Kindergartenkinder mit ihren Eltern ihre selbstgepflückten Blumen dort hineinstecken und sich die Bedeutung des Maieinzugs erklären lassen: "Für uns alle ist Maria eine gute Mutter. Sie nimmt uns in Schutz. Wir dürfen uns in ihre liebevolle Arme fallen lassen und bitten sie jetzt gerade in der Corona-Zeit um Hilfe. Wir grüßen Maria mit dem Gebet, wie der Engel es getan hat", weist das Kindergarten-Team auf das Gebet "Gegrüßt seist du Maria" hin.

"Wir haben uns so sehr über die vielen schönen Blumen und Sträuße gefreut, die uns auf diesem Weg erreicht haben", erklärt Kindergartenleiterin Christine Kiefer und fügt hinzu: "Vieles wird oder kann dieses Kindergartenjahr leider nicht so umgesetzt werden, wie wir es kennen und lieben. Aber diese Möglichkeit hat sich trotz allem angeboten und es ist für die Eltern und ihre Kinder wenigstens ein Stück weit, wenn auch nur ein kleiner Schritt, in den Kindergartenalltag zurück. Es ist für alle eine schwere Zeit, aber wir versuchen trotz allem das Beste daraus zu machen."

Zuvor hatte auch der Kindergarten Sankt Georg eine Steinschlange initiiert. Die Kindergartenkinder bemalten zuhause mit ihren Eltern Steine und legten die bunten Schätze in Schlangenform vor den Kindergartenzaun. "Wir hatten passende Steine im Garten und haben sie einfach so bemalt, wie wir wollten. Die Aktion ist so toll, weil es den Kindern Spaß macht, es Abwechslung in den aktuell recht eintönigen Alltag gebracht hat und es die Kinder in dieser gemeinsamen Schlange verbindet, obwohl sie sich im Moment nicht sehen können", freut sich Mama Anna. Ihre Kinder Lilly, Jano und Noa hätten  für den eigenen Garten dann auch noch Steine bemalt. Gefreut haben sie sich auch über die Kunstausstellung im Schaukasten vor dem Kindergarten.

"Man muss einfach ein bisschen kreativ werden und die Zeit nutzen, unsere Arbeit hat sich einfach in den vergangenen Wochen ein wenig verändert. Unsere Sigrid Seele fährt beispielsweise mit dem Fahrrad durch den Ort und trägt die Elternbriefe, Geschenke und weiteres aus und steckt sie in den Briefkasten. Das gab es bisher so noch nie, aber es ist eine schöne Geste, die uns einfach am Herzen liegt", beschreibt Christine Kiefer.

Traditionen musste auch das Team des Kinderhauses "Fantadu" in Eutingen neu stricken. Der kostümierte Osterhase konnte dieses Jahr nicht ins Kinderhaus kommen und das Osterfest feiern. Dafür erhielten die Kinder einen Osterbrief mit Bastelvorlagen und Naschereien. Die Erzieherinnen halten weiter Kontakt mit den Kindern und geben in den Briefen Aufgaben auf. So schenkten die Kinder schon zahlreiche selbst gemalte Bilder, die am Gartenzaun aufgehängt wurden. "Unsere Galerie wächst von Tag zu Tag ein bisschen mehr", freut sich das Kiga-Team und erklärt: "Auch die Geburtstage der Kinder vergessen wir in der aktuellen Situation natürlich nicht – auch hier bekommen die Kinder ein kleines Briefchen und ein kleines Geschenk."

Während die Kinder zuhause sind, wird das Kinderhaus umgestaltet. Die Wände wurden gestrichen und die einzelnen Spielbereiche umgestaltet. "Am meisten vermissen wir die Kinder. Natürlich sind wir ab und zu im Kindergarten, aber ganz ohne den Trubel fehlt dann doch was. Wir sind auch gespannt, wie die Kinder wachsen und sich auch weiterentwickeln", erklärt das Kiga-Team und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen.

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