Die Weitinger Halle ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen, doch die Sanierung lässt auf sich warten. Foto: Dörr Foto: Schwarzwälder-Bote

Wünsche des Musikvereins und der Feuerwehr werden berücksichtigt / Austraße soll ausgebaut werden

Von Marcel Breining Eutingen-Weitingen. Am Montagabend traf sich der Ortschaftsrat zu einer von der Bevölkerung gut besuchten Ortschaftsratssitzung.Thema war unter anderem der Haushaltsplan, aus diesem Grund war Kämmerer Walter Volk dabei. Dieser sehe "ohne zu übertreiben", wie Volk anmerkte, sehr schlecht aus. Dies sei nicht nur in Eutingen der Fall, da nahezu die Hälfte der baden-württembergischen Kommunen in einer finanziell schwierigen Verfassung sei. Es wurde diskutiert, ob man dem Musikverein Weitingen 2011 einen Zuschuss für Uniformteile für neue Jungmusiker in der Aktivenkapelle geben kann. Es wurde letztlich zugestimmt, da es wichtig sei, dass der Verein wächst.

Die weiteren Weitinger Anmeldungen zum Haushaltsplan 2011 konnten nur bedingt angenommen werden. So kommt ein Zuschuss für das Baugebiet "Seite" unter dem Vorbehalt in den Plan, dass man geplante Erlöse aus den Grundstücksverkäufen vorweisen kann.

Der Ausbau der Austraße, welche sich in einem schlechten Zustand befindet, wurde ebenfalls berücksichtigt. Darüber hinaus wurden Zuschüsse für Schulanschaffungen, Rasengräber sowie die Vereinsförderung zugesagt.

Nicht berücksichtigt werden konnte die Modernisierung der Halle in Weitingen. Allgemein, so betonte Raible, könne man in solchen Zeiten nur Projekte realisieren, welche sichere Einnahmen bringen.

Vorgeschlagen wurde von Raible, dass man Weitingen in das Landessanierungsprogramm übernehmen sollte, welches weitere Investitionen, auch in schlechteren Zeiten, verspreche. Vorteile zur bereits bestehenden "Entwicklung ländlicher Räume", kurz "ELR", sind außerdem mehr Geld für Sanierungen und Grünanlagen. Die Vor- und Nachteile dieses Vorhabens werden intern und mit der Gemeinde diskutiert. Letztendlich gab sich Raible zuversichtlich, dass man etwas bewegen könne, wenn auch manche Mittel fehlten.

Unter anderem stand auch ein Zwischenbericht der Initiative "Jugendehrenamt wird anerkannt" auf dem Plan. Zum 31. Dezember 2010 waren 51 Jugendliche in der Gesamtgemeinde angemeldet. Aus Weitingen sind neun Jugendliche angemeldet. Das Projekt, welches am 1. März 2010 startete, sieht eine Zielgruppe im Alter von zwölf bis 25 Jahren vor. Am 25. März soll eine erste Verleihungsfeier mit Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel stattfinden.

Zum Jugendraum erklärte Ute Markert, die für diesen zuständig ist, dass der Jugendraum im November vergangenen Jahres in einem sehr guten Zustand gewesen sei. Allerdings werde der Raum zur Zeit unregelmäßig genutzt, da die Jugendlichen, von denen die meisten 18 werden, beziehungsweise bereits volljährig sind, andere Orte zur Zusammenkunft nutzen. Ein Grund hierfür ist die Schließungszeit um 24 Uhr. Dies sei ein ganz normaler Werdegang, wurde festgehalten. Ortsvorsteher Roland Raible merkte an, dass niemand gezwungen werden könne, das Angebot zu nutzen. Man müsse überlegen, wie man die nächsten Jugendlichen in den Jugendraum locken kann.

Zur Neufestsetzung des Feuerwehrbudgets ab 2011 konnte für Weitingen festgehalten werden, dass es wichtig sei, eine ordentliche Ausrüstung für die Feuerwehrleute bereitzustellen. Dies wird auch trotz der finanziell schwierigen Lage der Gemeinde der Fall sein.