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Eutingen Jugendrotkreuzler bleiben weiterhin aktiv

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Noch kurz vor der Corona-Auszeit bereiteten sich die Kinder und JRK-Nachwuchsmitglieder auf den Eltern-Kind-Tag vor, wobei die Jüngsten mit dem DRK-Playmobilsatz altersgerecht die Erste Hilfe erlernten.Archiv-Foto: DRK Foto: Schwarzwälder Bote

Die Corona-Auszeit nehmen die Mitglieder des "Jugend Rotkreuz" (JRK) aus Eutingen ernst und treffen sich weiterhin nur online, auch immer wieder während den Ferien. Zudem bringt sich der Nachwuchs sozial und ehrenamtlich in seinen Sommerferien ein. Nun würde sich die JRK-Gruppe Eutingen über Unterstützer freuen, denn die Zukunft soll gesichert werden.

Eutingen. 19 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren gehören der JRK-Gruppe Eutingen an. Diese wird von fünf Personen betreut, die sich immer wieder neue Ideen einfallen lassen.

Eigentlich wollte das JRK Eutingen im März zu einem Eltern-Kind-Tag einladen. Die Vorbereitungen wurden umfangreich getroffen, und auch die Kinder hatten fleißig die Erste-Hilfe-Aufgaben geübt, die sie ihren Eltern zeigen wollten. Einiges wie das "richtige Absetzen des Notrufs", verschiedene Verbände, Reanimation und viele weitere Themen hatten die Kinder und Jugendlichen aus der Gesamtgemeinde, Altheim, Hochdorf und Talheim in den vergangenen Monaten vertieft. Mit praktischen Beispielen verinnerlichte der DRK-Nachwuchs das theoretische Wissen. Ein Teil der beiden altersgeteilten Gruppen hatte bereits einen Erste-Hilfe-Kurs mit den DRK-Ausbildern Katrin und Heribert Platz besucht. Drei weitere Nachwuchskräfte nahmen an einem Sanitätskurs des DRK-Kreisverbands Freudenstadt erfolgreich teil.

Eigentlich wollten die Nachwuchsmitglieder Erfahrungen bei Diensten sammeln. "Wir haben uns schon auf die Sportplatzdienste gefreut", erklären die beiden 17-Jährigen, die aus Eutingen und Göttelfingen sind. Doch dann kam die Corona-Auszeit. Die beiden neuen Nachwuchs-Sanitäter hatten sich am Mittwoch noch für einen Sportplatzdienst eingetragen, der jedoch kurzfristig abgesagt werden musste. Ebenso wurde auch der Eltern-Kind-Tag auf unbestimmte Zeit verschoben.

Aktionen umgesetzt

Um das Wissen der Kids zu fördern, erhielten die beiden Altersgruppen per E-Mail, Whats-App oder in der Online-Konferenz Aufgaben, JRK-Unterricht und vieles mehr. Immer wieder erhielten die Betreuer jedoch die Rückmeldung, dass der Nachwuchs sehr viel Lernmaterial von seinen Lehrern erhalte. Daher wurden einzelne Aktionen umgesetzt. Wer Lust hatte, durfte Briefe, Gedichte oder Bilder für die Senioren des Pflegeheims "Haus am Talbach" in Eutingen erstellen. Die JRK-Betreuer warfen getreu den Corona-Hygienevorschriften die Post im Briefkasten des Pflegeheims ein. Rita Weber vom "Haus am Talbach" ließ die Briefe einer Betreuerin zukommen, welche die Briefe verteilte. Ein JRK-Mitglied freute sich besonders, dass eine Rohrdorfer Seniorin ihm immer wieder schreibt. Sie erhielt auch von dem 15-Jährigen ein selbstgedrechseltes Handwerksstück.

Auch wenn manche Senioren nicht mehr zurückschreiben können, will das JRK diese Aktion nicht aufgeben. "Wir freuen uns, dass die Kinder und Jugendlichen Kontakt zu den Senioren haben. So können sie mit was Kleinem etwas bewirken, und die Senioren fühlen sich trotz der Corona-Zeit mit der Außenwelt in Verbindung", erklärt das Jugendleiterteam. Dieses könne sich auch vorstellen, nach der Corona-Zeit mit einer JRK-Gruppe die Senioren zu besuchen. Aktuell sei es jedoch schwer, etwas einzustudieren.

Online werden immer wieder JRK-Spiele gemacht und auch an der Aktion zum Erste-Hilfe-Online-Wettbewerb des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg nehmen ein paar Nachwuchsmitglieder teil. Ein Treffen der JRK-Mitglieder sieht das Betreuer-Team aktuell als schwierig an. "Wir haben nicht genügend Platz im DRK-Heim, um die aktuellen Vorgaben einzuhalten. Wenn wir uns außerhalb treffen, wird es für die Kleinen nach einem halben Jahr schwer, den Abstand einzuhalten, zumal wir bei unseren Übungen immer sagen: ›Näher an den Patient. Habt keine Scheu!‹", erklärt das Betreuer-Team. Jedoch hoffen alle, dass im September die erste Gruppenstunde stattfinden kann.

Manches bleibt ungewiss

Ebenso freuen sich einige Kids schon auf den Eltern-Kind-Tag und auf die jährlich stattfindende JRK-Disco in Freudenstadt, für das ein Kind jetzt schon seine Geburtstagsfeier verschoben hat. Auch die Übungen mit den Jugendfeuerwehrgruppen fehlen den Kindern, erhalten die Betreuer immer wieder die Rückmeldung.

Ob jedoch die Veranstaltungen dieses Jahr nachgeholt werden können, bleibt ungewiss. Der DRK-Landesverband rät allen JRK-Gruppen aktuell noch, sich zurückzuhalten, immerhin nimmt das DRK eine Vorbildrolle ein. Die JRK-Betreuer wollen jedoch die Zeit nicht ungenutzt wissen und suchen Unterstützer jeglichen Alters. Auf Eltern und Helfer sind die JRK-Mitglieder schon zugegangen und freuen sich, dass sich ein paar bereit erklärt haben, im JRK und damit auch im DRK-Ortsverein Eutingen mitwirken zu wollen.

Zukünftig werden Betreuer gesucht, die das aktuelle Team unterstützen. Zudem werden Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 bis 27 Jahren gesucht, die sich für Erste-Hilfe- und DRK-Themen interessieren. "Dann können wir auch den kommenden Generationen immer wieder Erste-Hilfe-Kurse und weitere Fortbildungen wie Sanitätskurse anbieten. Aktuell haben wir jedoch ab einem Alter von 14 Jahren jeweils nur ein oder zwei Teilnehmer. Um einen Erste-Hilfe-Kurs nach Corona umsetzen zu können, sollten es jedoch zwischen acht und zehn Personen sein", wünscht sich das Betreuer-Team.

Interessierte dürfen sich an die JRK-Betreuer über die Homepage www.drk-ov-eutingen.de wenden.

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