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Eutingen Immer mehr Menschen schätzen Gemeinde

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In der Ortsmitte von Göttelfingen entstand mithilfe von ELR-Fördergeldern auf dem Areal von drei abgebrochenen alten Häusern unter anderem ein Gebäude mit Back-Shop und Friseur. Es wurden auch zahlreiche Parkplätze geschaffen. Foto: Engelhardt Foto: Schwarzwälder Bote

Für das eigene Projekt finanzielle Unterstützung vom Staat bekommen? Mit Fördergeldern aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das möglich. In Eutingen sind vier Anträge für das kommende Jahr eingegangen.

Eutingen. Lebendige Ortskerne zu erhalten, zeitgemäßes Leben und Wohnen zu ermöglichen, eine wohnortnahe Versorgung zu sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen – all das und noch mehr sind Ziele, die das Land Baden-Württemberg verfolgt. Und zwar mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR).

Auch in Eutingen sei schon so manches Bauvorhaben gefördert worden, sagt Armin Jöchle. Und auch dieses Mal seien Anträge für eine ELR-Förderung eingegangen, erklärt Eutingens Bürgermeister. Insgesamt vier Bauherren möchten am Landesprogramm partizipieren, drei davon sind private Vorhaben. Unter den drei Neubauten seien zwei Wohnhäuser mit einer beziehungsweise zwei Wohnungen. Außerdem möchte eine Firma einen Neubau mit Fördergeldern erstellen.

Der vierte Bauherr möchte ein bestehendes Haus modernisieren. "Um hier eine Chance zu haben, müssen sich grundlegende Dinge verändern, wie beispielsweise auch die Grundrisse – und nicht nur ein Teilgebäude angebaut oder nur ein Heizkessel ausgetauscht werden", betont Jöchle. Diese Voraussetzungen würde die Modernisierung in Eutingen erfüllen, allerdings befinde sich das Objekt nicht an einer Durchfahrtsstraße, sondern in zweiter Reihe. Damit würden die Chancen wieder etwas sinken.

Insgesamt räumt der Eutinger Rathauschef aber den Anträgen aus seiner Gemeinde gute Chancen ein. "Der Wohnungsbau ist in den vergangenen Jahren immer weiter in den Mittelpunkt gerückt worden, derzeit soll mindestens die Hälfte der Fördermittel in die Schaffung von Wohnraum fließen", weiß Jöchle und wirft einen kurzen Blick zurück.

Bereits in der Vergangenheit habe es erfolgreiche Förderungen gegeben. So beispielsweise in der Ortsmitte von Göttelfingen, wo drei alte Gebäude abgebrochen worden seien und auf dem freigewordenen Areal unter anderem ein Gebäude mit Back-Shop und Friseur im ersten Obergeschoss entstanden sei. "Zudem wurden hier etliche öffentliche Parkplätze geschaffen", so der Bürgermeister. Bei einem anderen Projekt in Eutingen seien aus einem großen landwirtschaftlichen Betrieb samt Viehstall sechs neue Bauplätze entstanden, wovon zwei bereits schon wieder bebaut seien.

Ob und in welcher Höhe die aktuellen vier Eutinger Bauvorhaben gefördert werden, wird erst Ende Februar Anfang März 2020 sicher sein. Zuerst gehen die Anträge übers Landratsamt zum Regierungspräsidium, wo diese im Kontext des jeweiligen Landkreises geprüft werden. In einem übergeordneten Koordinierungskreis werden die verschiedenen Projekte dann priorisiert – und das zuständige Ministerium nimmt am Ende des Entscheidungsprozesses die Zuteilung der Gelder vor. "Mit 20 000 bis 40 000 Euro Fördergeldern pro Wohnung können die Antragssteller in der Regel rechnen", spricht der Rathauschef aus Erfahrung.

"Manchmal fehlen allerdings noch Unterlagen, die im Bedarfsfall dann nachgereicht werden müssen", sagt der Bürgermeister, der sich wünscht, dass noch mehr Antragssteller wie bisher aus seiner Gemeinde kommen. Berührungsängste mit der Bürokratie müssten die Eutinger nicht haben. "Wir stehen unseren Bürgern natürlich auch in solchen Fragen gerne beratend zur Seite."

Erschwerend für mögliche Antragssteller sei allerdings, dass Eutingen im Gäu nicht im ländlichen Raum im eigentlichen Sinne liege, sondern in einer sogenannten Randzone um die Verdichtungsräume. Zu denen zählen beispielsweise der Großraum Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn oder auch Pforzheim. "Wir können daher keine ELR-Schwerpunktgemeinde mit besonders hoher Priorität werden, aber wir sind immer noch ganz normal im Landesprogramm dabei", erläutert Jöchle.

"Die Menschen leben gerne in Eutingen – und immer mehr Leute wissen die Vorzüge unserer Gemeinde zu schätzen", freut sich Jöchle mit Blick auf die Einwohnerzahlen. Denn die sprechen eine deutliche Sprache. Im Zeitraum vom 30. September 2016 bis 30. Juni 2019 hat Eutingen mit seinen Teilorten von 5588 auf 5801 zugelegt, also 213 Einwohner hinzugewonnen. Den größten Sprung machte Weitingen, wo Ende 2018 1739 Menschen gemeldet waren, zwei Jahre zuvor waren es noch 1645.

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