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Eutingen Hanns-Klemm-Flieger stimmen für Auflösung des Vereins

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"Fliegen in Eutingen - Projekt Zukunft" lautete das Motto bei der Hauptversammlung: Die Hanns-Klemm-Flieger haben für die Auflösung des Vereins gestimmt, um zu fusionieren. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Eutingen/Böblingen. Bei der Hauptversammlung der Flugsportgruppe (FSG) Hanns Klemm Böblingen stimmten die Vereinsmitglieder der Satzungsänderung und damit der Auflösung des Vereins zu. Die FSG möchte sich mit dem Flugsportverein Rottenburg-Horb-Eutingen, mit dem sie schon seit einigen Jahren das Eutinger Fluggelände teilt, zusammenschließen.

Edgar Müller, Vorsitzender der Flugsportgruppe Hanns Klemm, blickte bei der Hauptversammlung zum letzten Mal auf ein erfolgreiches Jahr zurück und dankte den 96 aktiven und 32 passiven Mitgliedern: "Wir sind viel und unfallfrei geflogen und hatten viel Spaß mit unserer wundervollen Freizeitbeschäftigung." Trotz hoher Reparaturkosten an Motoren stehe der Verein wirtschaftlich solide da. "Wir hatten einen erfreulichen Mitgliederzuwachs auch durch die Aktionen wie das Böblinger Stadtfest, das Böblinger Ferienprogramm und das Schnupperfliegen", betonte Müller. Seit vielen Jahren führe der Verein diese Aktionen durch und sei stolz auf die gute Resonanz in der Bevölkerung.

Die raren Oldtimer-Klemm-Flugzeuge seien wieder die Hingucker auf mehreren Flugtagen gewesen. "Die Krönung war die Möglichkeit, unsere Klemm 25 zusammen mit einer weiteren sowie zwei Klemm 35 auf dem Oldtimer Flugfest auf der Hahnweide zu fliegen. Das war ein Ritterschlag für unseren Verein und die Belohnung für die viele Arbeit bei der Restauration der Oldtimer", freut sich Müller über den besonderen Schatz des Vereins.

Er dankte allen Ehrenamtlichen, die in mühevoller Kleinstarbeit die Oldtimer restaurieren und sie in Schuss halten. Bei der 86 Jahre alten Klemm 25 handelt es sich um das drittälteste fliegbare Flugzeug in Deutschland, so der Vorsitzende. Die jüngste Errungenschaft des Vereins sei das Ultraleichtflugzeug Dynamic WT 9-UL, das sehr oft geflogen sei und sich gut integriere.

Im Bereich Segelfliegen war der Verein beim Streckenflugwettbewerb OLC mit mehreren Piloten vertreten. Zufrieden sei man auch mit den Flugstunden, die nicht ganz das Rekordjahr 2018 erreichten, jedoch über dem langjährigen Durchschnitt liegen würden. Die Mitglieder hatten gemeinschaftliche Ausflüge nach Speyer, Koblenz, Zell am See und an die Inseln an der Küste unternommen.

Auf dem Eutinger Fluggelände sei nun auch die ehemalige Fliegerklause, heute als "Der Flieger" bekannt, wieder bewirtetet. FSG-Mitglied Armin Reimann möchte zur kommenden Biergarten-Saison einige Aktivitäten dort umsetzen. Müller freute sich, dass sich die Mitglieder auch im Bereich Naturschutz einbringen. Erstmalig hatten sie sich an der jährlichen Landschaftspflegeaktion im Schönbuch beteiligt.

Auch im Jahr 2020 sei ein besonderes Ziel die Förderung der Nachhaltigkeit. Man arbeite mit dem Nabu zusammen und pflege eine große Fläche, die als Rast und Nistplatz für seltene Vögel und alle anderen Tierarten diene. Benjamin Lachat, der sich auf dem Flugplatz für das Thema Nachhaltigkeit einsetzt, erläutert den Hintergrund weiterer geplanter Aktivitäten: "Viele reden im Moment von Klimaschutz, nachhaltiger Mobilität und umweltbewusstem Verhalten. Auch für uns Flieger sind das wichtige Themen. Mit der reichen Tier- und Pflanzenwelt, dem Umweltengagement auf unserem Flugplatz und der sozialen Dimension des Fliegens in der Luftsportgemeinschaft zeigt sich die Nachhaltigkeit der Fliegerei." Kassierer Michael Merau blickte auf die Anschaffungen und stellte die Einnahmen gegenüber, woraus sich ein positives Ergebnis ergab. Der Ausschuss wurde in unveränderter Besetzung wiedergewählt.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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