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Eutingen "Häusle fürs Päusle" bietet Schutz vor Regen

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Familie Raible aus Eutingen hat auf dem Weg zum Täle ein "Ruhehäusle" selbst gebaut. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Voller Stolz führt Opa Gerhard Raible seine Donnerstagswanderer zum neuen Ruhehäusle, das seine Enkel und deren Eltern auf dem Weg zum Eutinger Täle selbst gebaut haben. Nun hofft Familie Raible, dass das Holzwerk lange erhalten bleibt.

Eutingen. "Wir haben so ein ähnliches Häusle beim Wandern in Baiersbronn gesehen", erklärt Patrick Raible. Seine Kinder hätten dann gemeint, dass man so etwas doch auch auf das familieneigene Grundstück am Wegesrand in Richtung Eutinger Täle bauen könnte. Der Familienvater war begeistert über den Ideenreichtum und die Initiative seiner drei Kinder und sagte zu. Doch zuerst musste der Geh- und Radweg vom Bereich Schuppengebiet bis hin zum Tunnel unter der Eisenbahn geteert werden. Erst danach wollte Familie Raible ihren Bau beginnen.

Holz aus eigenem Wald

Das Holz nahm sie aus dem eigenen Wald. "Eigentlich wollten wir es von Hand reppeln, aber das hat nicht ganz geklappt", beschreibt Patrick Raible, weshalb er das Notstromaggregat holte und das Holz hobelte. Seine Kinder Sabrina, Marvin und Annika packten ordentlich mit an. Das Holz verschraubten sie eigenständig. Lediglich das Zusägen übernahm Papa Patrick, doch der Nachwuchs konnte zahlreiche Erfahrungen sammeln. Die Mädels überlegten sich eine Schriftart und suchten die passende Farbe zum Holz für die Aufschrift "s’ Häusle fürs Päusle" aus. Eine Schablone fertigten die beiden an und bemalten das naturbelassene Holz so, dass es wie eingebrannt aussieht. Ein Brett, das als Sitzmöglichkeit dient, wurde eingebaut. Etwa 1,80 Meter hoch ist der Durchgang zur Sitzmöglichkeit, damit sich kein Nutzer den Kopf anschlägt. Etwa 2,50 Meter lang und rund zwei Meter tief bauten die Raibles ihr Ruhe-Häusle.

"Wir hatten uns das Häusle in Baiersbronn angeschaut, aber nicht ausgemessen. Deshalb mussten wir in der Planung genau über die Maße nachdenken", beschreibt Patrick Raible, wie wichtig das Planen und was alles vom Nachwuchs gefordert war. Auf dem Bänkle sollten zwei bis drei Personen Platz finden. Daher planten die Raibles rund 1,50 Meter ein. Damit die Vorbeigehenden und Radfahrer auch bei schlechtem Wetter kurz verweilen können, sollte das "Ruhebänkle" auch eine Überdachung erhalten. Für das Dach wollten die kreativen Köpfe das passende Material. "Es war gar nicht so leicht, passende Biberschwänze zu finden", verweist Raible darauf, dass er einen Teil der Ziegel in Bildechingen holen konnte. Seine Kinder im Teenageralter hatten beim Decken mit großer Begeisterung geholfen. Um die passenden Firstziegel zu erhalten, fährt Raible sogar extra nach Wankheim bei Kusterdingen.

Stolzer Opa

Sehr stolz war auch Opa Gerhard Raible, der den Bautrupp immer wieder besuchte und sich über den Fortschritt auf dem Laufenden hielt. Das "Bänkle" sei eine tolle Idee, denn auf dem Weg vom Eutinger Täle in Richtung Ort sei nach dem Tunnel keine Sitzgelegenheit mehr. Nun könnten Wanderer eine kleine Pause machen und dann den Anstieg in Richtung Eutingen auf sich nehmen. Einige Fotos von dankbaren Nutzern haben die Raibles schon erhalten. Besonders freue er sich über die Fotos von kleinen Kindern, die mit dem Opa unterwegs seien und die Natur erkunden. Der Eutinger sehe oft Personen vorbeigehen oder Radfahrer vorbeifahren, wenn er auf seinem Grundstück arbeitet, denn das Täle werde gut frequentiert.

Familie Raible hofft jedoch, dass das Bänkle lange sauber gehalten wird und nicht Opfer von Vandalismus oder Beschmierungen wird, denn nur so könne das selbstgebaute "Ruhehäusle" für die Allgemeinheit eine Bereicherung sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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