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Eutingen Frauen behaupten sich in "Männerdomäne"

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Luftsportlerinnen des baden-württembergischen Luftfahrtverbands kamen erstmals zum Jahrestreffen auf dem Fluggelände in Eutingen zusammen. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Themen wie Nachwuchsgewinnung, Neuerungen in verschiedenen Bereichen und Gleichberechtigung der Luftsportlerinnen standen am vergangenen Samstag auf dem Eutinger Fluggelände an.

Eutingen. Beim ersten Jahrestreffen der Luftsportlerinnen des baden-württembergischen Luftfahrtverbands in Eutingen wurden Vorträge gehalten und Themen in Workshops erarbeitet.

Beate Rein, Präsidialrätin und Beauftragte für Frauensport im baden-württembergischen Luftfahrtverband, hieß die mehr als 30 Frauen mit Begleitung zum Ganztagesaustausch kennen. Auf Wunsch einiger Luftsportlerinnen der Eutinger Fluggemeinschaft wurde das Jahrestreffen erstmals nach Eutingen geholt.

Das Treffen der Luftsportlerinnen des Luftfahrtverbands findet seit 1989 auf Initiative von Brigitta Keller, der ersten Frauenbeauftragten des Luftfahrtverbands, jedes Jahr an einem anderen Ort statt. "Uns war es wichtig, dass das Jahrestreffen auch mal in Eutingen ist. Der Platz ist anderen Pilotinnen bekannt, und nun können sie sich ihr eigenes Bild verschaffen", erklärt Angela Fuchs, Kassiererin und Ausbildungsleiterin des Flugsportvereins Rottenburg-Horb-Eutingen. Ihren Flugschein hat sie bereits 1974 gemacht und kann daher umfangreiche Erfahrungen aufweisen, weshalb ihr einige Themen des Jahrestreffs durchaus bekannt vorkamen.

Beispielsweise erarbeiteten die Teilnehmer in Gruppen verschiedene Themen wie die Stellung der Frau im Flugsport, Neuerungen und Zukunftswünsche. Referent Walter Eisele sprach über den Segelflugsport, Neuerungen wie neue Fallschirme, die Herausforderung Drohne und viele weitere Themen. Marco Strauß stellte den Teilnehmerinnen den Modellbau und das Modellflugzeugfliegen vor. Für die Bewirtung sorgte das Team um Familie Ertana.

"Die Fachthemen sind sehr interessant, aber vor allem die Workshops sind wichtig. Die bekommt man so sonst nirgends", zog Britta Drohm von der Flugsportgruppe Hanns Klemm Böblingen Bilanz.

Der Flugsport sei eine "Männerdomäne", meinte Rein und verwies auf die nur acht Prozent der Pilotinnen deutschlandweit. "Jede von uns hat schon frauenfeindliche Witze ertragen müssen oder wurde dementsprechend von Männern auf dem Fluggelände behandelt", wissen auch die Teilnehmerinnen.

Wie groß der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Flugschülern ist, zeigte Fluglehrerin Esther Schmalz aus Dornstetten. Sie ist seit rund 20 Jahren Fluglehrerin: "Ich habe schon viele Frauen beobachtet, die anfangs zögerlich und zurückhaltend sind." Wenn ihre Ausbildung fortgeschritten sei, würden Frauen oft gegenüber ihren männlichen Vereinskameraden unter Beweisdruck leiden. "Dann gehen viele ein erhöhtes Risiko ein. Der Fluglehrer ist dann im Zwiespalt, denn auf der einen Seite will er, dass seine Schüler Initiative zeigen, auf der anderen Seite muss alles sicher sein", beschreibt Schmalz, wie schnell Missverständnisse und Probleme entstehen können.

Viele Frauen hätten anfangs Schwierigkeiten, Geschwindigkeiten oder räumliches Maß einzuordnen. Dafür hätten ihre Schülerinnen immer besser zuhören können und hätten auch intuitiver gehandelt, als ihre männlichen Kollegen.

Um eine gute Mischung zu bekommen, müsste man den weiblichen Interessierten die Angst vor dem Fliegen und dem Gerücht "Fliegen sei nur etwas für Männer" nehmen.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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