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Eutingen Eine musikalische Reise durch 50 Länder

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Beim Weihnachtskonzert der Musikkapelle Eutingen zeichnete Peter Bild mit seinen Musikerinnen und Musikern wieder einige Kopfbilder, dieses Mal zum Thema "Europa". Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

50 europäische Länder kündigte Gökhan Yilmaz beim Eutinger Weihnachtskonzert am zweiten Weihnachtsfeiertag an. In der sehr gut gefüllten Halle reisten die Besucher unter dem Motto "Europa" von Nord nach Süd und von West nach Ost.

Eutingen. Bereits auf der Außentreppe hatte das Deko-Team Kerzen aufgestellt und die Halle mit Fähnchen der Länder sowie Bildern europäischer Sehenswürdigkeiten geschmückt. Holzkünstler Bodo Weingärtner hatte passend dazu Holzelemente wie Sterne und Noten in Notenlinien von Hand ausgesägt. Sein Nachbar Yilmaz führte durch das Programm.

Der seit 2015 in Eutingen lebende Schwiegersohn von NABU-Vorsitzendem Eberhard Kläger erklärte, dass er in Deutschland geboren sei, das Herkunftsland seiner Vorfahren sei jedoch die Türkei. "Die Eutinger Musiker haben mich so herzlich aufgenommen", dankte er für die Integration. Mit der Moderation wollte er seinen Dank zurückgeben, weshalb er als Reiseführer durch Europa fungierte.

Im Norden, besser gesagt in Schweden, begannen die Musiker um Dirigent Peter Bild mit "Stockholm Waterfestival" ihre Tour. Die königliche Atmosphäre beschrieben die Musiker mit einer flotten Marsch-ähnlichen Musik, auf die ruhigere Töne, vor allem von den Flöten folgten. Den angekündigten Springbrunnen malten die Musiker regelrecht mit ihren Interpretationen, für die sie starken Applaus erhielten.

Von Schweden nach Italien und Spanien

V on Schweden ging es mit "The Second Waltz" nach Russland. Wie zuvor erklärt hatte Komponist Dmitri Schostakowitsch seine Ängste vor dem Abführen durch den Geheimdienst in das Stück gepackt, was die Eutinger Musiker hervorarbeiteten. Jeglische Bedenken, nicht alles geben zu können, nahm Bild den Musikern, der bald schon über die Bühne wippte.

Einen Gang zu legte er beim italienischen Medley "Addio Napoli", das herrliche neapolitanische Landschaftsbilder und typische italienische Klänge wie zu "Maria, Mari" hervorrief. Vor allem der Einsatz der Musiker, wie von Trompeter Martin Schmid, veranlasste die Zuhörer, Begeisterungspfiffe abzugeben.

Gökhan Yilmaz erklärte, dass die Musiker unmöglich 50 Stücke zu den Ländern von Europa in den zwei Konzertstunden wiedergeben konnten. Daher seien mit Liedern wie "Tanz Nr. 5" mehrere Länder symbolisch dargestellt worden. Neben Ungarn sei Deutschland erwähnt worden. Der Rumäne Franz Watz habe das Stück arrangiert. Erneut durch Schweden zogen die Gäste beim "ABBA on Broadway"-Medley, das die Musiker mit "I Have a Dream" einleiteten, zu "Mamma Mia" und dann zu "S.O.S." und "Knowing Me, Knowing You" übergingen. Mit "The Winner Takes it All", "Dancing Queen" und letztlich wieder "I Have a Dream" endete die Sehenswürdigkeits-Reise durch Schweden.

Vom Norden ging es mit viel "Spanischem Fieber" und dem gleichnamigen "Spanish Fever" in den Süden. Die vermittelte Hitze brachte Dirigent Bild zum Schwitzen, der Teil des Schätzspieles der Eutinger Musikkapelle wurde. Denn Vorsitzender Florian Weingärtner rief die Konzertbesucher zum Schätzen des Gewichts aller Notenblätter, auch die des Dirigenten auf. Mit 5500 Gramm holte der Eutinger Emil Platz knapp vor Thomas Geiser mit 5432 Gramm und Ruth Luger mit 5400 Gramm den Speck, wobei die richtige Lösung 5558 Gramm gewesen wäre.

Nach der Wiedergabe des Torero-ähnlichen Temperaments und den Klängen des brausenden Meeres an der Atlantikküste wurden die Musiker leise, denn sie brachten mit "Lili Marleen" ein Herzstück auf die Eutinger Bühne. Denise Rüth sang von der Liebe, was einige Besucher zum Mitsingen anregte. Nach starkem Applaus folgte die Swing-Nummer "Barcarole in Swing" aus Frankreich. Doch auch die klassischen Blasmusikfreunde kamen mit "Florentiner Marsch" und der Zugabe "Schlawiner Polka" auf ihre Kosten. Vorsitzender Weingärtner dankte allen Mitwirkenden und war überwältigt von den Zugabe-Rufen, weshalb erst nach der "Europa Hymne" das Konzert enden durfte.

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