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Eutingen Ein Stück weit in die Normalität zurück

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Für das Team des Eine-Welt-Ladens im Eutinger Rathaus beginnt nun eine spannende Zeit, denn nach Umsetzung von Corona-Präventions-Maßnahmen und mit Mundschutz öffnen die Ehrenamtlichen die faire Verkaufsstelle wieder. Somit hat der Verein einiges vor sich.

Eutingen. Vor mehr als einem Monat mussten die Ehrenamtlichen aufgrund der Corona-Präventions-Maßnahmen ihren Eine-Welt-Laden in Eutingen auf unbekannte Zeit schließen. Doch so eine Schließung bringt einiges an Arbeit mit sich, weiß das Team. "Auslaufende Ware wurde 30 bis 50 Prozent billiger angeboten, ansonsten waren keine hochverderblichen Waren vorhanden", erklärt Jürgen Oberle, einer der Initiatoren des Eine-Welt-Ladens in Eutingen.

Einen "offiziellen" Home-Service richtete das Team nicht ein. Manche Kunden wurden aber bei Bedarf von den Weltladenmitarbeitern versorgt, denn dieser musste von jetzt auf nachher geschlossen werden – und so konnten sich Kunden keinen Vorrat mehr anschaffen.

Dabei ist der Eine-Welt-Laden nicht etwa ein typischer Versorgungsmarkt, sondern eine von Ehrenamtlichen geführte Einkaufsmöglichkeit, die den fairen Handel unterstützt. Besonders in Zeiten der Corona-Krise betonen die Helfer wie Oberle: "Wir haben nur diese eine Welt und sollten daher gut mit ihr umgehen." Keine Kinderarbeit, faire Preise für Erzeuger und deren Infrastruktur bewegen die Ehrenamtlichen, auch während der Pandemie zu öffnen. "Wir sind nur gemeinsam stark und können kommende Aufgaben und Krisen national und international nur gemeinsam meistern. Der faire Welthandel basiert auf dieser Maxime", unterstreicht Oberle.

Er freut sich, dass während der vergangenen vier Wochen, als der Eine-Welt-Laden geschlossen war, trotzdem Geschenke für Ostern von Unternehmen, Gruppen und Privatpersonen gekauft wurden. Da nun auch kleinere Geschäfte wieder geöffnet werden dürfen, wolle das Team auch in Eutingen wieder "ein Stück weit in die Normalität zurückgelangen". Doch dafür müssten bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Wer im Eine-Welt-Laden einkaufen möchte, sollte seine Maske einpacken. Denn alle Personen in den Räumlichkeiten müssen Masken, Schals oder Mundschutz tragen. Auch selbst genähte Masken seien erwünscht. "Masken können auch im Laden in begrenzter Menge gegen eine Spende erworben werden", erklärt Oberle und dankt der Näherin für ihr Engagement.

Das Team des Eine-Welt-Ladens sei ebenfalls mit Masken ausgestattet und werde diese tragen. Außerdem würden die Hände gründlich desinfiziert werden. "Es kann mit Bargeld oder Überweisung bezahlt werden. Bei Wunsch können wir Waren auch nach Hause liefern", führt der Eutinger weiter aus. Mit diesen Einschränkungen wolle man den Weg in kleinen Schritten zur Normalität zurückfinden.

Die Waren würden wie gewohnt angeboten werden. Bei guter Nachfrage an fair gehandelten Produkten in Eutingen könnten diese auch nachbestellt werden. "Bisher haben wir keine Engpässe", sagt der Eutinger Allgemeinmediziner, denn die fair gehandelte Ware könne weiterhin beschafft werden. Der Weltladen-Dachverband hält seine Vereine auf dem Laufenden über die Situation vor Ort. So habe die indische Regierung den Lock-Down bis zum 3. Mai verlängert, berichtet CRC, dass sie Kunsthandwerker/innengruppen mit Bargeld für ihre Grundbedürfnisse unterstützen würden. In Nepal sei der Lock-Down von der Regierung bis zum 27. April verlängert worden. Aus dem afrikanischen Ghana berichtet Contigo: "Die Korbproduktion in Bolgatanga geht ohne Probleme. In Accra, Kumasi und Tema sind die Beschränkungen wegen des Coronavirus enorm." GEPA hat Rückmeldungen von Ende März veröffentlicht: "Auch unsere Kaffeepartner in Lateinamerika schreiben uns über die Auswirkungen der Pandemie."

Doch im Eutinger Eine-Welt-Laden gebe es das unveränderte Angebot sowie Lederwaren, Gartenartikel, Schmuck, Seife, Blumenerde, Textilien und vieles mehr.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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