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Eutingen Drei Kinder im Nu aus dem Gebäude befreit

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Das DRK Eutingen versorgte drei Mimen, die von der Jugendfeuerwehr Weitingen gestellt wurden. Fotos: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Wie die Wasser-Versorgung im Gewerbegebiet in Weitingen im Ernstfall gewährleistet werden kann und wie Verletzte aus dem Geschäftsgebäude geholten werden können, das übten die Helfer am Samstagnachmittag mit der Hauptübung der Feuerwehrabteilung Weitingen und des DRK Eutingen.

Eutingen-Weitingen. Pünktlich mit dem Ertönen der Feuerwehrsirene am Weitinger Rathaus, nahm der Regen zu. Doch die 26 Feuerwehrleute aus Weitingen und die Verstärkung durch einen Maschinisten aus Eutingen sowie die sechs DRK-Helfer ließen sich davon nicht abhalten.

Übungsannahme war, dass das Geschäftsgebäude des Unternehmens "Blum GmbH- ELB Express Logistik" des neuen Gemeindratsmitglieds Siegfried Blum brenne. Drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr Weitingen erklärten sich bereit, bei der Übung mitzuwirken und wurden vom DRK Eutingen geschminkt. Leo, Linus und Leni hatten keine Angst und so versteckten sie sich in dem scheinbar brennenden Gebäude.

Mit mehr als 20 Schläuchen die Wasserversorgung sichergestellt

Da das Wohngebäude der Familie Blum an das Geschäftsgebäude anschließt, war schnelles Handeln der Feuerwehrleute gefragt. Diese stellten mit mehr als 20 Schläuchen die Wasserversorgung sicher. Andreas Gaus erklärte zahlreichen Zuschauern, wie die Feuerwehrleute bei so einem Brand vorgehen, bei dem sich aufgrund der vorhandenen Betriebsmaterialien starker Rauch entwickeln könne. Innerhalb weniger Minuten wurde der Leo Raible aus dem Gebäude geholt. Die Feuerwehrleute übergaben den Zwölfjährigen, der eine Rauchgasvergiftung und Verbrennungen am Unterarm sowie im Gesicht mimte, an die DRK-Helfer.

Mit Sauerstoff und Verbandsmaterial versorgt, wappneten sich die sechs Helfer für die kommenden zwei Verletzten. Auch Leni Herwanger und Linus Flach wiesen Rauchgasvergiftungen auf, hatten sie sich laut Übungsannahme nicht mehr rechtzeitig aus dem Gebäude retten können.

Marco Leins, Abteilungsleiter der Feuerwehr Weitingen, zeigte sich mit dem schnellen und fachgerechten Handeln der Feuerwehrleute sehr zufrieden. Er dankte allen Zuschauern, den Helfern und der Jugendfeuerwehr sowie dem DRK für die gute Zusammenarbeit. Vor allem dankte er Blum für die Bereitstellung des Übungsobjekts. Der Weitinger Geschäftsführer gab den Dank zurück und hoffte, dass so ein Ernstfall nie eintritt: "Man sagt, da wo man übt, brennt es nicht."

Das wünschte auch Gesamtkommandant Tobias Plaz, der die Übung an der Lagerhalle als eine Herausforderung beschrieb: "Die hatte einige Schwierigkeiten. Wir haben dieses Jahr schon in der Eyach gesehen, was passieren kann, wenn so eine Halle brennt. Man weiß nicht, was alles in der Halle ist und wie stark es raucht." Mit Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach sei auch die Weitinger Halle nicht ganz ohne, weshalb es wichtig sei, eine gute Wasserversorgung aufzubauen.

Zudem hätten die Feuerwehrleute schnell eine Riegelstellung zur Wohnbebauung von Familie Blum aufstellen müssen, was aufgrund der beiden Fahrzeuge aus Weitingen und Eutingen gut umgesetzt werden konnte. Die Schlauchreserve habe dem Gesamtkommandanten gut gefallen, der von einer gut funktionierenden Hauptübung sprach. Vor allem sei ihm wichtig, dass die Schläuche nicht auf der Straße gelegen hätten, sodass nachalarmierte Fahrzeuge, wie beispielsweise eine Drehleiter, jederzeit zum Brandobjekt eine Zufahrt gehabt hätten.

Die gute Zusammenarbeit mit dem DRK lobte auch Bereitschaftsleiter Stefan Platz. In drei Rettungswagen und von Notärzten betreut hätten die Verletzten im Ernstfall schnell den Verbandsplatz verlassen müssen, denn mit so einer Rauchgasvergiftung sei nicht zu spaßen, wusste Platz aus Erfahrung. Blum unterstrich, dass er sich freue, mal wieder sein Gebäude als Übungsobjekt zur Verfügung stellen zu können.

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