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Eutingen "Das Internet wird immer wichtiger"

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Breitbandausbau und öffentlicher Nahverkehr sind für Gemeinderatskandidat Jörg Pusch zentrale Zukunftsthemen. Foto: Jansen Foto: Schwarzwälder Bote

Jörg Pusch hat bereits Erfahrungen mit der Arbeit im Gemeinderat gesammelt. Als Kämmerer in Ebhausen ist er häufig in Sitzungen dabei. Nun möchte er selbst gewählt werden und sich unter anderem für den Breitbandausbau einsetzen.

Eutingen. "Immer mehr wandelt sich zum Internet hin. Ohne Internet geht es fast nicht mehr", erklärt Jörg Pusch. Breitbandausbau ist eines seiner Themen, die der 25-Jährige gerne in den Gemeinderat bringen möchte. Der Kämmerer hat sich als Kandidat aufstellen lassen, um bald selbst Gemeinderat zu sein. "Im Gemeinderat kann man mitbestimmen. Hintenrum gebruddelt ist schnell, aber etwas selbst zu machen, ist nicht so einfach."

Durch seinen Beruf hat er schon häufig an Sitzungen des Gemeinderats teilgenommen, als Vertreter der Verwaltung. In Ebhausen ist Pusch als Kämmerer Teil der Finanzverwaltung und hat somit Anteil an der Haushaltsplanung.

"Es wird spannend, die andere Seite zu sehen", sagt er und lacht. Dass ihm Breitbandausbau so am Herzen liegt, dafür gibt es einen guten Grund, neben der zunehmenden Bedeutung des Internets. "Es steigert die Attraktivität für die Bürger. Außerdem denke ich, dass das Internet inzwischen so wichtig ist, dass es gewissermaßen zum Grundstandard gehört." Deshalb dürfe Eutingen sich in diesem Bereich nicht abhängen lassen.

Jedoch gibt es noch ein zweites Thema, das Pusch wichtig ist: Der öffentliche Nahverkehr. "Nicht jeder kann sich ein Auto leisten. Und wenn man dann die Staus sieht – in jedem Auto sitzt nur eine Person – da fragt man sich schon, ob es nicht besser wäre, wenn es weniger wären", meint er. Das sei ein Platzproblem. Für ihn ist der öffentliche Nahverkehr ein wichtiges Zukunftsthema. Deshalb möchte er ihn verbessern.

Pusch hat sein Leben in Eutingen verbracht. Hier ist er die ersten Jahre zur Schule gegangen, es folgte die weiterführende Schule und eine Banklehre in Horb. Danach ging er nach Ludwigsburg, um dort gehobenen Verwaltungsdienst zu studieren. Doch selbst während seiner Studienzeit verließ er Eutingen nicht, sondern pendelte zur Universität. Heute ist er Beisitzer im Ausschuss des Sportvereins Eutingen, früher hat er auch selbst Fußball gespielt. Die Begeisterung für diesen Sport begleitet ihn bis heute, 2015 hat er mit Freunden einen VfB-Fanclub gegründet, bis heute ist er gemeinsam mit einem Freund im Vorstand. Außerdem ist er auch in der Narrenzunft aktiv, an der Fasnet läuft er bei den Bären mit.

Seine berufliche Erfahrung hat ihn in die Politik gebracht. Er wurde von einem Bekannten angesprochen, ob er sich nicht vorstellen könne, für die CDU-Liste zu kandidieren. Immerhin habe er mit Verwaltung zu tun und könne dann gut reinpassen. "Ich habe dann darüber nachgedacht, und gesagt: ›Ich probier’s mal.‹"

Dabei ging es weniger um die Partei. Hätte ihn eine andere Liste angesprochen, würde er jetzt auf der stehen.

Dass junge Menschen im Gemeinderat sitzen, findet Pusch wichtig. "Ein guter Mix ist das richtige. Jeder hat seine Themenbereiche. Nur ältere Gemeinderäte ist nichts, nur jüngere Gemeinderäte ist nichts." Aber so oder so: "Engagement ist immer gut", ist er sich sicher.

Geburtsdatum: 08.06.1993 in Herrenberg

Wohnort: Eutingen

Beruf: Kämmerer

Hobbys: Sportverein, Narrenzunft, Vorstand im VfB Fanclub

Politische Schwerpunkte: Breitbandausbau, Sanierung der Eutinger Halle, Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs

Unter 30 und brennend am Stadt- und Dorfleben interessiert: diese Charaktereigenschaften kommen für gewöhnlich nicht so oft zusammen. Doch auch in Eutingen trauen einige es sich zu, im Gemeinderat mitzureden und kandidieren auf einer der Listen. Vor der Wahl am 26. Mai stellen wir den Lokalpolitiker-Nachwuchs vor.

Geburtsdatum: 20. Januar 1995

Wohnort: Rohrdorf

Beruf: Signalmechaniker

Hobbys: Freiwillige Feuerwehrabteilung Rohrdorf, Narrenzunft Rohrdorf

Politische Schwerpunkte: ÖPNV, bessere Infrastruktur, Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe, Förderung Vereins- und Jugendarbeit, mehr Wohnraum und Angebote junge Menschen und Senioren

Eutingen-Rohrdorf. Was es bedeutet, wenn der öffentliche Nahverkehr nicht ordnungsgemäß funktioniert, davon kann Alexander Schweizer ein Lied singen. Und zwar kein einsilbiges, denn der 24-Jährige kennt beide Seiten, fuhr Jahre lang selbst mit Bus und Bahn.

Geboren in Horb ist Alexander Schweizer in Eutingen-Rohdorf aufgewachsen, wo er auch heute noch wohnt. "Wenn wir hier keinen öffentlichen Personennahverkehr hätten, wären die Menschen ganz schön aufgeschmissen, die kein Auto haben", sagt Schweizer. Während seiner Schulzeit in Horb, wo er die Werkrealschule besucht hatte, sei er quasi täglich mit dem ÖPNV gependelt. "Natürlich kann man die Strecke schon mal mit dem Fahrrad fahren, aber auf die Dauer ist das sicher für die meisten nichts", sagt Schweizer, der seine Ausbildung in Bondorf absolvierte. Dreieinhalb Jahre lang pendelte er zu seinem Ausbildungsbetrieb. Mit dem Auto benötigt man rund elf Minuten, mit Bus und Bahn mindestens vier Mal so lange. "Für mich ist es wichtig, dass der ÖPNV mindestens auf diesem Niveau bleibt, wenn nicht sogar besser wird", betont der Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Nach einem kurzen Intermezzo bei einer Firma für Brandmeldetechnik kam Schweizer schließlich zur Deutschen Bahn. Dort arbeitet er seit 2017 als Signalmechaniker. In einem zehnköpfigen Team sorgt er in Horb dafür, dass Stellwerke und Lichtsignale immer richtig funktionieren, wartet und inspiziert sie. Seine Zuständigkeit: von Bondorf bis Talhausen, von Eutingen bis Schiltach und von Hochdorf bis Teinach. "Aus meiner täglichen Arbeit weiß ich, wie wichtig Verlässlichkeit ist", erklärt Schweizer. "Diese Verlässlichkeit möchte ich auch in den Gremien unter Beweis stellen."

Und zwar nicht nur im Bereich des ÖPNV. "Ich möchte allen eine Stimme geben, die sich vielleicht bisher nicht getraut haben", meint Schweizer. Er respektiere die Meinung der anderen und habe ein offenes Ohr für die Probleme und Nöte, aber auch für konstruktive Vorschläge. Der Zusammenhalt von Eutingen und seinen Ortsteilen liege im besonders am Herzen. "Wir müssen eine starke Gemeinschaft bilden, sonst können wir nichts bewegen."

Schweizer ist seit vielen Jahren bei der örtlichen Feuerwehr und in der Narrenzunft Rohrdorf aktiv ist. "Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt im Ort sind mir ganz wichtig – und das möchte ich natürlich auch mittragen und gestalten", so der 24-Jährige. Die Vereins- und Jugendarbeit möchte er daher nachhaltig fördern. "Ich möchte die Stimme der Jugend in die Gremien bringen, damit auch dort Menschen aus allen Altersklassen vertreten sind und miteinander Gegenwart und Zukunft gestalten können", so der Rohrdorfer. "Denn die jungen Menschen sind unsere Zukunft und müssen diese auch so früh wie möglich mitbeeinflussen können." Außerdem hätten die jungen Menschen eine ganz andere Sicht auf die Dinge.

Zu einem attraktiveren Landleben gehören für den 24-Jährigen auch eine attraktivere Ortskerngestaltung und mehr Wohnraum und Angebote für junge Menschen und Familien. "Wir pflegen hier eine gute Nachbarschaft, das macht das Leben in Rohrdorf so angenehm", meint Schweizer. "Und auch die Jugendlichen haben einen eigenen Raum und Treffpunkt, das finde ich sehr wichtig." Außerdem sei man im Bereich Freizeit und Sport ganz gut aufgestellt. Allerdings sollte dringend ein Fuß- und Radweg zum Sportplatz gemacht werden.

Für eine rosige Zukunft sei aber auch die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe unabdingbar. "Wir wollen hier gut leben und arbeiten, und das am besten ohne lange Wege und viel Verkehr." Daher lehne er auch eine Ortsentlastungsstraße für Eutingen auf Rohrdorfer Gemarkung ab. Und sein Nein zu KVT (Kombiniertes Verkehrsterminal) ist auch klar formuliert. "Der Bürgerwille ist für mich verpflichtend, da gibt es nichts zu diskutieren."

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