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Eutingen Conrad vs. Bohlen: Kommt es zum "Gitarrenduell der Giganten"?

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Wer kann besser Gitarre spielen? Conny Conrad (links) würde das gerne im direkten Duell mit Dieter Bohlen klären. Foto: Privat/Kaiser

Eutingen-Weitingen - In der blauen Ecke: Conny Conrad. In der roten Ecke: Dieter Bohlen. Nein, die Fäuste sollen nicht zum Einsatz kommen. Und doch: Der Weitinger Musiker hat keinen Geringeren als den "Pop-Titanen" zum Gitarrenduell aufgefordert – doch der ziert sich (noch).

RTL – wo Dieter Bohlen bekanntlich die Quoten liefert – hat bereits abgewunken, doch die Redaktion von "Brisant" (ARD) hat Interesse bekundet. Bohlen selbst ist bislang noch nicht aus seinem Schneckenhaus gekommen, um sich zu dem Duell zu äußern. Lediglich sein Management äußerte, dass momentan keine Zeit sei.

Gespräch mit befreundetem Pianisten

Doch wie kam es überhaupt zu dieser Situation? Conny Conrad klärt auf: Er saß mit seinem befreundeten Pianisten Luc Bürgin aus der Schweiz im Studio an der Sommerhalde und irgendwann kam das Gespräch auf Dieter Bohlen. "Wie kann er so erfolgreich sein?", fragten sich die beiden.

So wurde die Idee des Gitarrenduells entwickelt. "Es geht nicht darum, Bohlen fertig zu machen oder dadurch nur Publicity zu schaffen", stellt Conrad klar. Allerdings würde er es gerne hören, wie Bohlen Gitarre spielt, fügt er augenzwinkernd hinzu: "Denn er spielt Akkorde, die es eigentlich gar nicht gibt".

Vielmehr geht es Conrad um ein Signal an junge Musiker: "Früher galt der Grundsatz ›Je besser du spielst, desto erfolgreicher wirst du sein‹. Doch das ist heute nicht mehr der Fall". Wenn heutzutage Menschen erfolgreich seien, die nicht einmal gut spielen könnten, dann sei das ein sehr schlechtes Zeichen für den Musikernachwuchs – und es demotiviere die Leute beim Erlernen von Instrumenten.

"Auch live ist vieles Lug und Trug"

"Es geht einfach um die Musik und die Ehrlichkeit im Business", sagt Conrad. Er möge es nicht, wenn jemand so tue, als ob er etwas könne und das dann gar nicht stimme. "Dagegen sollen sich Berufsmusiker auflehnen", fordert er. Schließlich verdienten diese im Schnitt lediglich 15 000 Euro pro Jahr – obwohl sie definitiv spielen können.

"Auch live bei Konzerten ist vieles Lug und Trug", stellt Conrad fest. "So frisst sich die Branche letztendlich auf", moniert er.

Das Duell zwischen Conrad und Bohlen soll daher einiges ins rechte Licht rücken: "Denkbar wäre eine Session im Fernsehen oder in einem Club auf freundschaftlicher Basis. Ich will keinen Krieg". Das Ganze solle nicht mit dem Holzhammer erfolgen, man könne sogar zusammen spielen, so Conrad. "Ich verlange nicht, dass Bohlen so spielt wie ich, sondern dass er zeigt, dass er überhaupt spielen kann", lautet seine Absicht.

 
 

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Florian Ganswind

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