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Eutingen Conrad könnte Beethoven ablösen

Von
Ortsvorsteher Roland Raible (links) und Bürgermeister Armin Jöchle wurden bereits "Ohrenzeugen" der EU-Hymne "Europeana", die Conny Conrad komponierte und am 8. Mai der Öffentlichkeit präsentieren wird. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Martin Dold Eutingen-Weitingen. Olympische Spiele und Weltmeisterschaften kommen und gehen, eine Hymne für Europa bleibt: Daher sieht Conny Conrad den jüngsten Clou als absolutes Highlight seiner Karriere an."Europeana" nennt sich das Baby, das dynamisch, bombastisch und pathetisch daher kommt. Conrads Ziel: Das Werk soll dereinst Beethovens Europahymne ersetzen. Trommelwirbel, Hornpassagen und ein Wechsel zwischen ruhigeren und wuchtigen Passagen geben dem Ganzen einen hymnenartigen Charakter.

Uraufgeführt wird das Ganze am Sonntag, 8. Mai, bei der Europawoche in Hagen/Westfalen live mit Conny Conrad und dem Philharmonischen Orchester Hagen. Hierzu hat sich auch EU-Parlamentarier Michael Theurer angekündigt.

Bereits vorab hörten sich Bürgermeister Armin Jöchle sowie Ortsvorsteher Roland Raible "Europeana" in Conrads Studio an der Sommerhalde an. Zwei Jahre Arbeit investierte Conrad in das neue Werk.

Das Ganze erfülle die Gemeinde ein Stück weit mit Stolz, betonte Jöchle angesichts der nahenden Uraufführung. Die Hymne könne den Bekanntheitsgrad von Eutingen und Weitingen steigern, fügte Raible hinzu – immerhin ist die Melodie im Gäu entstanden.

Conrad erklärt, dass er nicht in Konkurrenz zu Beethoven treten wolle, daher nennt er das Ganze "Europahymne der Herzen". Beethovens Werk sei nicht als Europahymne komponiert worden, zudem spreche sie nicht alle Menschen an. Hier hat sich Conrad einen Kniff überlegt: So können in seiner Hymne die jeweils landestypischen Instrumente eingesetzt werden, also beispielsweise das Akkordeon für Frankreich oder die Gitarre für Spanien. "So können sich die Menschen der einzelnen Länder besser mit der Hymne identifizieren", ist sich Conrad sicher.

Damit das Projekt auch nach der Uraufführung nicht im "luftleeren Raum" bleibt, hat Conrad bereits einige Hebel in Bewegung gesetzt. So werden Musikverlage mit der Komposition beschickt, sodass sich dann beispielsweise jedes Orchester in Europa die Noten besorgen und die Hymne spielen kann. Jöchle brachte hier den Göttelfinger Musikverein ins Spiel, wo seine Töchter aktiv sind.

Zudem erhalten die Verantwortlichen auf EU-Ebene die Hymne. Dies ist bereits der zweite Anlauf in dieser Richtung, allerdings fiel der Bescheid beim ersten Versuch negativ aus. "Es gibt keinen Bedarf für eine neue Europahymne", hieß es damals von EU-Seite. Nun kann Conrad aber sein Anliegen mit mehr Nachdruck vorlegen, da die Hymne fix und fertig komponiert und uraufgeführt ist. "Jetzt lebt es", erklärt er.

Eine weitere Figur kommt an diesem Punkt ins Spiel: Michael Theurer. Da er nun Zugang zu den EU-Schalthebeln der Macht besitzt, kann er viele Türen öffnen – wozu er sich bereit erklärt hat. Ein Zeichen dafür ist auch die Zusage für seinen Besuch der Uraufführung in Hagen. Immerhin: Für die Europawoche und die Aufführung mit dem Orchester wurden EU-Gelder locker gemacht. "Ein Zeichen, dass man an die Sache glaubt", so Conrad. Aber auch der Lokalpatriotismus wird natürlich nicht vergessen, ist das Werk doch im Gäu entstanden: Conrad ist zuversichtlich, dass die Hymne bald auch in Eutingen oder Weitingen erklingen kann.

 
 

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