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Eutingen Christusfigur wird erneuert, das Kreuz ist nicht mehr zu retten

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Trotz angewandter Vorsicht zerbrachen Teile des Beckenkreuzes beim Eutinger Friedhof, das für die Renovierung abgebaut wurde. Foto: Schaupp Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Alexandra Feinler

Eutingen. Wenn s onst so massiver Stein zerbröselt, dann hat die Natur stark gearbeitet. So war es beim Beckenkreuz in der Nähe des Eutinger Friedhofs, das zur Sanierung abgebaut wurde und vor Ostern wieder stehen soll.

Die Mitarbeiter von Jürgen Poppitz aus Bildechingen bauten das Beckenkreuz fachmännisch ab. Trotz aller Vorsicht zerbrach der obere Teil des Kreuzes entlang der bestehenden Risse. "Das zeigt die Notwendigkeit der Renovierung", erklärt Willi Schaupp, von Heimat und Brauchtum.

Der Eutinger Verein hatte festgestellt, dass die Witterung dem Kreuz von 1867 stark zugesetzt hatte. Zudem steht es unter Bäumen, wodurch viel Laub und Äste auf das Flurkreuz fallen und Mooswuchs begünstigen. Der blaue Himmel um die Marienfigur hatte sich in den Jahrzehnten aufgelöst und es waren letztlich nur noch Flecke zu erkennen. Die Schrift auf dem Stein war ursprünglich ebenfalls blau und die Großbuchstaben mit roter Farbe nachgezogen. In der Werkstatt sollen die Schriften nachgezogen und neu ausgemalt werden.

Anastasia und Johann Gramer stifteten 1867 das Beckenkreuz. Woher es seinen Namen hat, erklärt die Aufschrift: "Renoviert 1902 – Anton Plaz, Bäcker". Umgangssprachlich war Anton Plaz der "Beck", weshalb das Kreuz den Namen Beckenkreuz erhielt. Außerdem findet sich auf dem Kreuz der Hinweis auf den Steinmetz A. Weik. Ebenso soll der Text auf dem Sockel wieder sichtbar werden, auf dem steht: "Er trug unsere Sünden selbst an seinem Leibe auf dem Holze. Sei darum gesegnet Holz, wodurch Gerechtigkeit erfüllt wird."

Als das Unternehmen Poppitz die Christusfigur abbaute, zeigte sich auch deren Zustand. Außeneinwirkungen waren auch hier zu sehen. Zudem erkannten die Fachmänner, dass die Figur schon bei früheren Renovierungen mehrfach repariert wurde. In der Werkstatt wird sie gereinigt, genau unter die Lupe genommen und erneuert.

Für das Kreuz muss jedoch ein Ersatz gefunden werden, da es regelrecht zerbröselte. Der bisherige Stein dient jedoch als Muster. "Wenn alles wie vorgesehen läuft, kann das Kreuz kurz vor Ostern wieder aufgestellt und im Zuge der Öschprozession an Christi Himmelfahrt neu geweiht werden", wünscht sich Willi Schaupp.

Einige Mitglieder von Heimat & Brauchtum beschäftigen sich gerade mit der Erstellung eines Eisenzauns. Er war vor dem Kreuz einst angebracht. Anhand von Fotos soll er wieder rekonstruiert werden. Für die Sanierung des Kreuzes, das auf Gemeindegrund steht, haben die Gemeinde Eutingen  und die "Stiftung Wegzeichen – Lebenszeichen – Glaubenszeichen" der Diözese Rottenburg-Stuttgart finanzielle Zuschüsse angekündigt, so Schaupp. Einen Großteil der Kosten müsse voraussichtlich über Spenden zusammenkommen.

Spenden nehmen das Pfarramt Eutingen und der Verein Heimat & Brauchtum entgegen. Auf Wunsch können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

 
 

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