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Eutingen Biologe sorgt sich um Grasschnecken

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Die von Aussterben bedrohten Grasschnecken sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop zu sehen sind. Foto: Hermann

Eutingen - Sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten von Baden-Württemberg in der Kategorie II, die schwäbische Grasschnecke namens "Vallonia suevica". Sie ist auch in der Kategorie I der Roten Liste in Deutschland zu finden. Der examinierte Biologe Manfred Steck aus Mühlen hat sechs Grasschnecken, darunter die drei seltensten, im Naturschutzgebiet "Wertwiesen" bei Weitingen und im Eutinger Tal gefunden. Einige der seltensten Arten sind vom Aussterben bedroht. Zusammen mit dem NABU Ortsverein Eutingen sollen diese Fundorte besonders geschützt werden.

Bereits während seines Studiums mit Schwerpunkt Biologie, Chemie und Geographie interessierte sich Manfred Steck besonders für Schnecken. So machte er sich ein Jahr lang auf die Suche nach Grasschnecken, die nur im Gäu vorkommen.

Der hohe Kalkanteil und die Feuchtigkeit bieten für diese Tiere einen optimalen Lebensraum. Nachdem der Mühlener viele Bodenproben im Naturschutzgebiet "Wertwiesen" und im Eutinger Tal genommen, diese zu Hause mehrfach ausgesiebt und sortiert hatte, entdeckte er die drei seltensten Grasschnecken-Arten: Schwäbische Grasschnecke (Vallonia suevica), alemannische Grasschnecke (Vallonia alamannica) und große Grasschnecke (Vallonia declivis). Diese Schnecken brauchen einen gewissen Anteil an Feuchtigkeit, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, und vertragen keinen Dünger. Da es dieses Jahr besonders trocken ist, wird das Wetter auch den Schnecken stark zusetzen, ist sich Steck sicher.

Während die schwäbische Grasschnecke 1908 noch häufig vertreten war, ist sie heute stark gefährdet. Zuletzt wurde die Vallonia suevica 1998 in Fischingen entdeckt, was zeigt, wie selten diese Grasschnecke ist.

Es geht nicht nur um den Erhalt der Artenvielfalt

Auch die große Grasschnecke ist extrem selten. Sie ist auf der Roten Liste auf der Gefährdungsstufe 0-1, was so viel wie ausgestorben bis fast ausgestorben bedeutet. Von dieser Art fand Steck drei Schnecken im Naturschutzgebiet "Wertwiesen". Auch von der alemannischen Grasschnecke wurden dort Schalen entdeckt. Da das Gehäuse der alamannica eine bräunlich, seidig, glänzende, gestreifte Oberfläche hat, ist sie leicht mit der schwäbische Grasschnecke zu verwechseln.

Bei einer Gehäusebreite von 2,65 Millimetern gehört die alemannische Grasschnecke zu den kleineren Schnecken, die von einem ungeschulten Auge nicht sofort erkannt werden.

Die drei Vallonien-Arten stehen unter besonderem Naturschutz des Landes Baden-Württemberg. "Es geht nicht nur um den Erhalt der Artenvielfalt. Wenn diese Schnecken aussterben, dann haben wir eine Lücke im Ökosystem. Sie sind schon seit der Eiszeit hier, und wir müssen sie für spätere Generationen bewahren", erklärt der Biologe Manfred Steck.

Damit er sein Wissen weitergeben kann, hat er gemeinsam mit Wolfgang Rähle vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart seine Ergebnisse schriftlich festgehalten. Wolfgang Rähle ist Spezialist in Sachen Grasschnecken und kann die Funde ganz genau bestimmen.

Die Punktschnecke, die zwar häufig vorkommt, aber nur 1,2 Millimeter groß ist fasziniert den Mühlener. Mit dem bloßen Auge ist sie nicht zu entdecken. Im Eutinger Tal fand er 62 Arten an Schnecken, wobei die kleinsten weniger als ein Millimeter groß sind. "Diese Ergebnisse zeigen, dass das Landschaftsschutzgebiet ›Schmetterlingswiese‹ im Eutinger Tal ein Naturschutzgebiet werden sollte", so Steck. Das würde auch der NABU Ortsverein Eutingen befürworten.

 
 

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