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Eutingen Bereits die zweite Attacke in diesem Jahr

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Auf dem Bahnsteig des Bahnhaltepunkts Eutingen Nord lagen Scherben nach dem Akt der Zerstörung Scherben. Foto: Feinler

Eutingen - Die Eutinger sind fassungslos, denn zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurde der neue Bahnhaltepunkt Eutingen-Nord Opfer von Vandalismus. Dieses Mal wurde der Fahrkartenautomat stark beschädigt und die Glasscheibe eines Schaukastens eingeschlagen.

"Wir haben einen 17-jährigen Tatverdächtigen ermittelt und bitten Zeugen darum, sich beim Polizeirevier Horb unter Telefon 07451/960 zu melden", erklärt Frank Weber vom zuständigen Polizeipräsidium Pforzheim. Die Polizei schätze den Schaden auf rund 1000 Euro. Ein Anwohner aus einer der Eutinger "Blumenstraßen" berichtet, dass er auf seinem Balkon am Samstag vor einer Woche ein lautes Klopfen gehört habe. "Das kam vom Bahnhaltepunkt Nord, deshalb hab ich das gemeldet", ärgert er sich über die rohe Gewalteinwirkung. Ein weiterer Eutinger habe beim Spaziergehen ebenfalls lautes Klopfen vernommen und später den Schaden entdeckt. Die Polizei erklärt, dass der Vorfall von mehreren Anrufern gemeldet wurde.

Kramer: "Tat absolut überflüssig"

Auch Gemeinderatsmitglied Martin Kramer, der über den Bahnhaltepunkt zur Arbeit kommt, ist über so viel rohe Gewalt einfach nur fassungslos: "Ich halte die Tat für absolut überflüssig. Der Bahnhaltepunkt und das Eigentum sollten aus meiner Sicht pfleglich behandelt werden, da wir hier einen echten Mehrwert bekommen haben, den ich persönlich sehr zu schätzen weiß." In einem Facebook-Post ruft er Zeugen auf: "Wo rohe Kräfte sinnlos walten. Heute Morgen habe ich leider das nachfolgende Szenario am Bahnhaltepunkt Eutingen Nord vorgefunden. Falls jemand etwas gesehen hat, bitte melden." Die Bahn bittet ebenfalls bei solchen Vorfällen um einen Anruf unter Telefon 0800/2 88 66 44.

Laut einer Bahnsprecherin ist im Juni erstmals das Display eingeschlagen worden und nun wieder im August. "Das Display der neuen Automaten weist eine höhere Resistenz gegen Vandalismus auf, jedoch hält auch dieses großer Krafteinwirkung nur begrenzt stand", beschreibt die Bahnmitarbeiterin. Daher bittet die Bahn alle Anwohner, sich sofort an die Polizei zu wenden, wenn laute Geräusche aus Richtung Bahnhaltepunkt Nord zu vernehmen sind. Je nach Zuständigkeit wird in solchen Fällen auch die Bundespolizei eingeschaltet, erklärt das Polizeipräsidium Pforzheim, wieso beispielsweise der Deutschen Bahn bisher noch keine Hinweise zur Täterergreifung bekannt seien.

Schaden durch Vandalismus fast 40 Millionen Euro

Die DB führe im Zusammenhang mit Sachbeschädigungen durch Graffiti oder weiteres keine regionalen Statistiken. Deutschlandweit hat sich der Schaden durch Vandalismus und Graffiti nach Angaben der DB im Jahr 2019 auf fast 40 Millionen Euro belaufen. Im Jahr 2019 habe die Deutsche Bahn mehr als 35.000 Fälle von Vandalismus registriert. "Dabei ist der allgemeine Vandalismus leicht rückläufig, der Anteil der Graffiti-Beschädigungen steigt auf etwa 25.000 Fälle. Gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg, der allerdings auch durch verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften, häufigere Täterstellungen und konsequentere Anzeige bei der Polizei begründet ist.

Regionale Schwerpunkte sind die Ballungsräume", schreibt die Bahn und erklärt weiter: Die Kosten für die Graffitibeseitigung lagen 2019 bei 13 Millionen Euro und damit etwa auf Vorjahresniveau. Speziell ausgebildete Einsatz-Teams der DB Sicherheit haben in Berlin, Hamburg, NRW und der Region Halle/Leipzig innerhalb eines Jahres mehr als 300 Sprayer auf frischer Tat ertappt und der Polizei übergeben. Dabei handle es sich nicht um einen Kavaliersdelikt. Immerhin koste das Neulackieren eines Triebwagens nach DB-Angaben bis zu 30.000 Euro und dauert rund sieben Tage. Auch sei es nicht einfach, solche Beschmutzungen entlang der Bahnstrecke entfernen zu lassen.

Daher ist die Bahn froh über alle Zeugen, die wie in Eutingen auf den Vorfall aufmerksam gemacht und in Zukunft ein Auge auf den neuen Bahnhaltepunkt Eutingen Nord haben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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