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Eutingen Asphaltierung gegen den Starkregen

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Mitarbeiter des Unternehmens Lupold haben den Weg am Eutinger Schuppengebiet vorbei in Richtung Täle, der bei Starkregen oft ausgespült wurde, nun für die Asphaltierung vorbereitet. Foto: Feinler

Eutingen - Starke Unwetter haben in den vergangenen Jahren nicht nur in so manchem Keller für Überschwemmungen gesorgt, auch der Weg zum Eutinger Täle wurde immer wieder stark ausgespült. Die starken Unwetter 2018 und einige Male zuvor hatten dem oft genutzten Wander- und Radweg in das Naturgebiet immer wieder zugesetzt.

"Wir haben schon öfter hier Teile aufgefüllt", erklärte ein Bauarbeiter des Unternehmens Lupold, das nun im Auftrag der Gemeindeverwaltung Eutingen den Weg asphaltiert hat. Er beschrieb die Auffüllungen als Zeitlösungen, doch dass immer wieder Wasser die Steigung herunterschieße und die geschotterten Wege ausspüle, sei eindeutig zu erkennen.

Die Gemeindeverwaltung konnte die mehrmalige Auffüllung bestätigen. "Das haben wir sicher schon vier bis fünf Mal gemacht. Es war oft eine Gefahr für Radfahrer", erklärt Bauamtsleiter Wolfram Fischer, dass deshalb der rund 550 Meter lange Weg asphaltiert werden musste.

Nabu sah Artenvielfalt gefährdet

Dass die Schotterlösung nicht optimal war, bestritten auch der Nabu Eutingen und so manche Radfahrergruppe wie die aus Rohrdorf nicht. Als jedoch über eine komplette Asphaltierung des Weges durch das Täle nachgedacht wurde, wünschten sie sich eine andere Lösung. Das Eutinger Täle sahen sie als Naherholungsort, deren Wege so gut es geht, naturbelassen sein sollten. Auch der Nabu sah die Artenvielfalt im Täle durch die Arbeiten und potenzielle spätere starke Nutzung von Fahrzeugen aller Art gefährdet.

Lange wurde das Thema diskutiert. Bereits 2017 wurde die angrenzende Benzstraße asphaltiert und in Betrieb genommen. Weitere Maßnahmen sollten zeitnah folgen, doch bereits 2019 wurde das Vorhaben verschoben.

"Das kann ja nicht funktionieren"

Der Eutinger Bezirksbeirat hatte sich für die Asphaltierung des Teilbereichs zwischen Schuppengebiet und Bahntunnel ausgesprochen. Da nicht das ganze Täle asphaltiert werden sollte, atmete so mancher Kritiker auf. Für die Asphaltierung hatte so mancher Radfahrer nur ein Kopfschütteln übrig: "Wer einen Weg mit groben, dann feinem und dann wieder groben Material aufschüttet – das kann ja nicht funktionieren."

Auch die Kosten blieben weiter bestehen, die 2018 noch auf rund 460.000 Euro geschätzt wurden. Im vergangenen Jahr sprach die Gemeindeverwaltung von rund 98.000 für die Teilasphaltierung, wobei ein Zuwendungsantrag in Höhe von 50 Prozent gestellt wurde. Nach aktueller Kalkulation sollen die Gesamtkosten nun bei rund 184.000 Euro liegen, wobei etwa 61.300 Euro vom Regierungspräsidium Karlsruhe nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) getragen werden sollen.

Zufahrt erhält letzten Schliff

Drei Meter breit und rund 550 Meter lang wurde der Weg vergangene Woche asphaltiert. Auch die Einmündungsbereiche zu eingrenzenden Wegen und die Strecke zum Schuppengebiet wurden in diesem Zuge mit Asphalt versehen. Das Bankett soll noch gemacht werden und ebenfalls die Zufahrt zum Schuppengebiet erhält noch den letzten Schliff, dann sei die Maßnahme noch vor dem Sommer abgeschlossen, erklärt die Gemeindeverwaltung. Anschließend werde sie auch für die Fußgänger und Radfahrer wieder freigegeben.

Den naturhistorischen Wanderweg haben sich jedoch am Wochenende schon ein paar Interessierte angeschaut. Bis zum Tunnel wurde nun asphaltiert, der Weg durch den Tunnel war schon mit einem Endbelag versehen, und nach dem Tunnel beginnt der Schotterweg. Dieser soll laut Bauamtsleiter Fischer auch so bleiben, würde er einen größeren Eingriff in den Naturschutz bedeuten.

Die Gemeindeverwaltung hofft nun, dass der Weg noch einige Jahre gut erhalten bleibt, dann hätten alle Nutzer eine Freude daran. Die Kritiker wünschen sich, dass weiterhin nur Wanderer und Radfahrer den Weg durchs Eutinger Täle nutzen, zumal er an einigen Stellen an Biotopen und Naturschutzflächen vorbeiführt. Die feuchten und schlammigen Stellen, die nach Regen auf dem Weg zu erleben seien, würden so manchen vom Befahren des Wegs abhalten, sind sie sich einig. "Einer Asphaltierung des gesamten Weges würden wir daher nie zustimmen", erklären die Radfahrer, dass sie mit der aktuellen Lösung leben könnten und hoffen, dass keine weitere Wegbaumaßnahme durch das Täle in Zukunft im Gespräch sei.

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