Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Eutingen Abschied mit "zwei weinenden Augen"

Von
Die Tage des evangelischen Pfarrers Martin Weeber im Gäu sind gezählt. Foto: Baum Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Angela Baum Eutingen-Weitingen/Rottenburg-Eckenweiler. Sieben Jahre war Martin Weeber Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Eckenweiler, zu der auch Weitingen und Rohrdorf gehören.Nun verlässt er das Gäu und beginnt zum 1. Juli eine Anstellung in Gerlingen als Pfarrer der dortigen evangelischen Kirchengemeinde. Am 5. Juni wird Pfarrer Weeber im Gottesdienst verabschiedet, anschließend will er mit seiner Familie nach Gerlingen umziehen. Die Vertretung für die Zeit der Vakanz wird Ergenzingens Pfarrerin Elke Kaltenbach-Dorfi übernehmen. Die Stelle von Pfarrer Weeber wird Mitte Juli ausgeschrieben, so dass genügend Zeit bleibt, etwa das Pfarrhaus zu renovieren, wie Weeber sagt.

Seine Frau Monica war all die Jahre als Lehrerin an der Grundschule Wolfenhausen tätig und habe nun einen Versetzungsantrag gestellt, erklärt Weeber. Da die Töchter des Ehepaares das Abitur absolviert haben, sei es nun möglich, einen Schnitt zu machen und sich umzuorientieren, so Weeber im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit "zwei weinenden Augen" nehme er Abschied, sagt Pfarrer Weeber. Doch sei er gespannt, was die Stelle in Gerlingen bringen wird. Dort wird er eine große geschäftsführende Pfarrstelle inne haben und sich die Arbeit mit mehreren Kollegen teilen. 5000 Gemeindeglieder sind in der dortigen Petrusgemeinde zu betreuen. Zudem gibt es noch die Matthäus- und die Lukasgemeinde mit je 1000 Gläubigen. Gerlingen liegt zwischen Stuttgart und Leonberg und ist etwa so groß wie die Kernstadt Rottenburg ohne Stadtteile.

Eines der Projekte in Eckenweiler, welches er verfolgt habe, sei der Bau eines Gemeindehauses gewesen. Doch es sei schwieriger geworden, Baumaßnahmen durchzuführen. "Viele Gemeinden reduzieren ihre Gebäudeanzahl", so Weeber. Die evangelische Kirchengemeinde sei klein, in Eckenweiler wohnen 250 evangelische Christen. Zudem betreut Weeber 319 Gläubige in Weitingen, 185 in Rohrdorf, 154 in Bieringen, 104 in Börstingen und 54 in Sulzau.

Die Gemeindemitglieder seien ihm schon in all den Jahren ans Herz gewachsen: "Es fällt mir nicht leicht zu gehen", sagt Pfarrer Weeber. Doch sei die Diasporasituation immer schwierig gewesen für den Aufbau einer Gemeindearbeit, insbesondere für die Jugendarbeit. "Weitingen und Rohrdorf sind mit dem Rad gut zu erreichen; schwieriger wird es bei Börstingen und Bieringen, von dort fährt kein Bus hierher." So gebe es denn auch derzeit nur eine Mädchenjungschar mit fünf Mitgliedern. Die Kinderkirche habe immer 20 oder mehr Kinder. Bei den Jugendlichen sei es so, dass diese auf acht verschiedene weiterführende Schulen in der Umgebung gehen, etwa nach Horb, Eutingen, Ergenzingen oder Rottenburg.

Was ihm immer Freude gemacht habe, seien die schönen Gottesdienste gewesen, die oftmals von der Kantorei musikalisch gestaltet worden seien. "Bei manchen Gottesdiensten war die kleine Kirche brechend voll", so Weeber rückblickend. Schön sei immer der Gemeindegesang gewesen. Während der Vakatur in Ergenzingen habe er dort die Vertretung übernommen und dann auch dort Kontakte geknüpft.

Im Kirchenjahr seien die Konfirmationen Höhepunkte gewesen. "Es ist schön, die Jugendlichen heranwachsen zu sehen." Oftmals war Weeber auch auf der Weitenburg, um Trauungen, Taufen oder Goldhochzeiten zu begleiten. Betreut hat er auch die Gruppen der Kirchengemeinde, etwa den Mittwochskreis, den Frauenkreis oder den ökumenischen Strickclub. Zudem gibt es einen Gesprächskreis "Gott und die Welt."

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.