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Eutingen 792 Kilometer langer Weg ins Gäu

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Kein Weg zu weit – Ralf Perlwitz fuhr die 792 Kilometer von Berlin ins Gäu. Foto: Schwarzwälder-Bote

Eutingen-Rohrdorf (pm). Das elfte Treffen der "Laverda Freunde Rohrdorf" stand wieder ganz im Zeichen von Eckventilen, Auspuffkrümmern, Motorleistungen und Kurvenlage. Dinge, die ein Mann halt braucht.

Das Treffen dient dem Erfahrungsaustausch, ist Oldtimerbörse und Gebrauchtteilemarkt zugleich. Die Biker können ihre zweirädrigen Schätze vorführen und die Kameradschaft pflegen. Das Treffen ist ein Schmelztiegel aus Emotionen und Informationen.

Ein jährlicher Höhepunkt für die Fans dieser seltenen Motorradmarke, die es nicht mehr im freien Handel zu kaufen gibt, seit die Produktion 1997 eingestellt wurde. Ein Treffen, dessen Popularität von Jahr zu Jahr zunimmt und immer wieder neue Schätze zutage fördert. "Ich hab’ ja geglaubt, ich kenne alle Fahrer und Maschinen im weiten Umkreis", sinnierte Club-Präsident Karl Roller, "und da kommen zwei Fahrer aus Sindelfingen mit Maschinen, die noch nie da waren".

Schon allein diese Tatsache zeigt, wie genau die Laverda-Fans die Szene beobachten und dass das Treffen auf dem Hummelberg zu den Highlights des Jahres gehört, bei dem niemand fehlen möchte.

Und um dabei zu sein, ist kein Weg zu weit. So setzte sich beispielsweise Rolf Perlwitz am Donnerstag auf seine 1000er SFC und cruiste die 792 Kilometer von Berlin nach Eutingen in zwei Tagen gemütlich herunter. Lediglich 100 Kilometer fuhr er auf der Autobahn, die restliche Fahrt führte ihn über Landstraßen ins Gäu. "Ick hab det richtig jenossen", berlinerte er in Erinnerung an die Tour.

Nicht ganz so lang war Ludwig Vorderwestner aus dem bayerischen Heldenstein mit seiner Jota 120 unterwegs. Dafür hat sein "Allerweltsmotorradl", wie er seine Maschine liebevoll nannte, schon einiges auf dem Buckel. Mit ihrer völlig anderen, modernen Motorcharakteristik sei sie bei den Laverda-Traditionalisten fast ein Exot und dadurch nahezu unverkäuflich gewesen, erinnerte er sich, und er habe die Maschine, von der nur 500 Stück gebaut wurden, zu einem Schnäppchenpreis gekauft. Seit 1973 sitzt der 60-jährige Bayer im Sattel einer imposanten Maschine aus dem italienischen Breganze und die Jota 120 hat er 1985 zugelassen und ist mehr als zufrieden, wie er versicherte.

Zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung waren auch die "Laverda Freunde Rohrdorf". Sie hatten genügend Zeit für Spritgespräche, da die Frauen aus dem Umfeld des Vereins auch in diesem Jahr die Veranstaltung mit Bravour im Alleingang meisterten. Die Wetterkapriolen des vergangenen Jahres waren ebenso vergessen, denn herrschte das ganze Treffen über herrschte Kaiserwetter. Eitler Sonnenschein also, wohin man blickte. Wer ganz genau hinschaute, konnte sogar feststellen, dass das Gäu-Klima ansteckend auf die Maschinen wirken musste und die Produktion heimlich still und leise wieder aufgenommen wurde. Wie sonst ist es sich zu erklären, dass neben einer bulligen 1000er Maschine und einer zarten 125er ein ganz kleines Maschinchen – in orangem Rennoutfit – stand.

Über 80 Laverdas – unter die sich frecherweise ein paar Fremdfabrikate geschmuggelt hatten – standen am Samstagnachmittag in Reih und Glied auf dem Firmengelände von Rebaro und strahlten im Glanz von Lack und Chrom um die Wette.

Nach einem Tag voller neuer Eindrücke, einer Ausfahrt, bei der die Piloten zeigten, welch brüllender Sound in den Motoren steckt, sowie nach vielen Gesprächen mit den Besuchern ging es abends zum gemütlichen Teil über, bei dem Tom Murray mit Klampfe und Stimme für den richtigen Ton sorgte.

Im nächsten Jahr wird bei der zwölften Auflage erneut die Farbe Orange den Hummelberg dominieren und die Laverda-Fans aus nah und fern kommen garantiert wieder.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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