Die Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch rund um Eutingen (Kreis Freudenstadt) über längere Zeit einen flüchtenden Mercedes-Fahrer verfolgt. (Symbolfoto) Foto: dpa

47-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizeistreife. Mann rast mit Vollgas durch Rohrdorf und Weitingen. Kollision an Autobahnauffahrt.

Eutingen/Rottenburg-Ergenzingen - Die Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg ermittelt gegen einen 47-jährigen Autofahrer aus dem Landkreis Freudenstadt, der in der Nacht zum Mittwoch zwischen 0.14 und 0.23 Uhr gravierende Verkehrsverstöße begangen hat.

Kurz nach Mitternacht befuhr der 47-Jährige mit seinem Daimler, gefolgt von einer Polizeistreife des Polizeireviers Horb, die Bergstraße in Eutingen und überquerte die Stuttgarter Straße, um anschließend in den Tübinger Weg einzubiegen. Aus unerklärlichen Gründen beschleunigte der Autofahrer seinen Wagen plötzlich, weshalb er einer Kontrolle unterzogen werden sollte. Trotz Martinshorns, eingeschaltetem Blaulicht und der Leuchtschrift "STOPP POLIZEI", flüchtete der Daimlerfahrer über die Astern- und Bahnhofstraße bis nach Rohrdorf.

Mit Vollgas durch Rohrdorf und Weitingen gebraust

Während der Hinterherfahrt versuchten die Ordnungshüter mehrmals, den Flüchtenden zu überholen, was dieser durch Lenken auf die Gegenfahrbahn verhinderte. Im weiteren Verlauf flüchtete der Fahrer durch Rohrdorf über die Eutinger Straße und die Ortsstraße, wobei er auf einer verkehrsberuhigten Zone mit weit überhöhter Geschwindigkeit davon brauste.

Von Rohrdorf ging es weiter über die L 360 bis nach Weitingen, wo der 47-Jährige in die Eckenweiler Straße nach Ergenzingen abbog. Stellenweise war der Betroffene laut Polizei mit etwa 150 km/h statt mit den erlaubten 100 km/h unterwegs.

In Ergenzingen raste der Beschuldigte auf der Kirchholzer und Stuttgarter Straße bis auf die B 28a in Richtung Autobahn. Erst als der Flüchtige beim Zubringer zur A 81 an der dortigen Ampel das Rotlicht zur Einfahrt in Richtung Stuttgart missachtete und mit einem entgegenkommenden vorfahrtsberechtigten Wagen kollidierte, konnte dieser durch die Beamten aus dem Fahrzeug gezogen und festgenommen werden.

Ein sofort durchgeführter Alkoholtest ergab eine alkoholische Beeinflussung von etwas über 0,5 Promille. Personen blieben bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Während der gesamten Hinterherfahrt war an den Polizeifahrzeugen dauerhaft die Leuchtschrift "STOPP POLIZEI" sowie das Blaulicht mit Martinshorn eingeschaltet.

Die Beamten des Polizeireviers Horb wurden bis zum Ergreifen des 47-jährigen Autofahrers von drei weiteren Polizeistreifen aus Horb und Rottenburg unterstützt.

Während der rasanten Fahrt mussten im Bereich Weitingen und Ergenzingen zwei entgegenkommende Autofahrer abbremsen, da der Flüchtende auf der Gegenfahrbahn fuhr.

Der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg hat Ermittlungen gegen den 47-Jährigen unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Zeugen, besonders die gefährdeten Autofahrer, werden gebeten, sich mit der Polizeidirektion Ludwigsburg, Telefon 0711/6 86 92 30, in Verbindung zu setzen.

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