Stuttgart Surge feiert am Sonntag (15 Uhr) den Heimauftakt in der European League of Fooball gegen Frankfurt Galaxy. Surge-Cheftrainer Martin Hanselmann verspricht: „Wir werden uns nicht verstecken.“
Stuttgart. - Cheftrainer Martin Hanselmann freut sich auf den Heimauftakt von Stuttgart Surge gegen Frankfurt Galaxy in der neuen European League of Football (ELF).
Herr Hanselmann, 21:17-Sieg bei den Barcelona Dragons am vergangenen Samstag. So in eine neue Liga zu starten tut gut, oder?
Das ist schon was. Wir haben eine junge Mannschaft, ein Erfolg verleiht da Selbstbewusstsein. Die Stimmung im Team war sehr ausgelassen, und wir sind in dieser Woche im Training nicht ganz so streng gewesen. Man muss bedenken, dass wir eine harte Vorbereitung hinter uns haben, die den Spielern vieles abverlangt hat. Diese Woche war zwar alles etwas entspannter, dennoch ernsthaft in der Vorbereitung auf den Heimauftakt gegen Frankfurt.
Am Sonntag (15 Uhr) geht’s gegen Galaxy, ein großer Name aus NFL-Europe-Zeiten.
Wir fiebern auf das Spiel hin. Leider dürfen nur 750 Zuschauer ins Gazi-Stadion, wir hatten erfolglos um eine Ausnahmeregelung gebeten. Wir waren innerhalb eines Tages ausverkauft. Wir hätten das Stadion ziemlich vollbekommen. Auch ich persönlich habe viel mehr Anfragen erhalten, als es jemals in der GFL (German Football League, d. Red.) der Fall war. Das Interesse ist riesengroß. Das ist schon verrückt.
Galaxy und Surge kennen sich. Sie hatten ein gemeinsames Trainingslager in der Vorbereitung. Worauf kommt es an?
Auf die Konzentration. Galaxy ist uns körperlich überlegen, die haben viele große und kräftige Spieler, aber wir wollen uns nicht kleinreden. Wir haben eine gute Mannschaft, wenn wir unseren Rhythmus finden, werden wir ein gutes Spiel abliefern. Wir werden uns nicht verstecken.
Wie schätzen Sie das Niveau der Liga ein?
Ich denke, die Clubs könnten sicher alle in der GFL mithalten, ob wir da oben mitspielen würden, wage ich vielleicht zu bezweifeln, aber Frankfurt Galaxy, wo viele Spieler aus dem Frankfurter GFL-Club stammen, war schon immer oben dabei. Aber wir sind nicht so weit davon weg.
Wen würden Sie zu den Favoriten zählen?
Die Wroclaw Panther haben beim 55:39 gegen Köln gezeigt, was sie leisten können, dann die Hamburg Sea Devils und Frankfurt. Das sind die großen drei.
Und Stuttgart Surge?
Wir haben eine Mannschaft mit Potenzial, weil wir viele junge Leute haben, die dazulernen und sich steigern können. Ich will nicht ausschließen, dass wir um den Einzug ins Halbfinale mitspielen können.