Thekla Walker (Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft) überreicht Bürgermeister Hermann Acker die Auszeichnung. Foto: KEA-BW / Martin Stollberg

Die Stadt Oberndorf wird zum dritten Mal mit dem European Energy Award ausgezeichnet.

Die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker, hat auf dem kommunalen Klimakongress Baden-Württemberg die Stadt mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet.

 

Klimaneutral bis 2040

Bürgermeister Hermann Acker wurde zur Preisverleihung nach Karlsruhe begleitet vom Klimaschutzmanager der Stadt, Marc Schenk, und vom Verwaltungsleiter Planen und Bauen, Michael Lübke, sind es doch die beiden, die den Prozess „Klimaneutrale Verwaltung bis 2040“ nicht nur begleiten, sondern vor allen Dingen aktuell in der Verantwortung stehen, diesen voranzutreiben.

Bereits 2011 beschloss der Oberndorfer Gemeinderat die Teilnahme an diesem europäischen Zertifizierungsverfahren, das Städte, Gemeinden und Landkreise würdigt, die ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten systematisch angehen und realisieren und damit eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnehmen.

Kein Stillstand

Da die Zertifizierung für maximal vier Jahre Gültigkeit besitzt, müssen die Kommunen laufend unter Beweis stellen, dass sie weitere Maßnahmen in der Energie- und Klimapolitik ergriffen haben, um erneut zertifiziert zu werden.

Bürgermeister Hermann Acker sei es immer wichtig gewesen, dass Oberndorf nicht nur am Ball bleibe, sondern seine Potenziale ausbaue, so der Schultes – auch aufgrund der neuen und vertiefenden Impulse für energiepolitisches Handeln infolge dieses Instruments.

Zu Gold fehlt nicht viel

Hatte man bei der Erstzertifizierung 2015 eine Punktezahl von 63 Prozent erreicht, konnte man sich bei der Rezertifizierung im Jahr 2019 auf 70,4 Prozent steigern. Bei der Verleihung dieser nun dritten Auszeichnung in Folge fehlte mit 74 Prozent nur ein Prozentpunkt zur Auszeichnung in Gold.

Kommunen als Fundament

„Ohne die Kommunen geht es nicht“, sagte Ministerin Thekla Walker und verwies auf deren Funktion als zentrale Mitstreiter auf dem Weg bis 2040 klimaneutral zu wirtschaften, zu heizen, Energie zu erzeugen und mobil zu sein. Das Prozedere des Zertifizierungsverfahrens habe deutlich gemacht, dass Städte, Gemeinden und Landkreise bereits ambitionierte Klimaschutzkonzepte und -Ideen entwickelt haben.

Zum Kreis derer, die laut der EEA-Präsidentin Gudrun Heute-Bluhm vorbildliche Arbeit als lokales Fundament leisten, auf welchem die europäische Klimapolitik aufbaue, zähle auch Oberndorf.