Zu früh gefreut: Schiedsrichter Anastasios Sidiropoulos nimmt nach einem Handspiel das Freiburger Tor zurück. Foto: dpa

Die knappe 0:1-Hinspiel-Niederlage bei Juventus lässt dem SC Freiburg noch eine Chance aufs Weiterkommen in der Europa League. Die Atmosphäre hat Eindruck hinterlassen. Doch erst einmal wartet Hoffenheim.

Die Hoffnung lebt noch beim SC Freiburg. Minutenlang waren die Profis des badischen Fußball-Bundesligisten nach der 0:1 (0:0)-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei Juventus Turin am Donnerstagabend von ihren mitgereisten Fans gefeiert worden. Und auch Trainer Christian Streich gab sich mit Blick auf das Rückspiel kommende Woche direkt kämpferisch.

Emotionales Highlight

"Mit dem Ergebnis werden wir alles dafür tun, dass wir vielleicht am Ende die Sensation schaffen", sagte der 57-Jährige. Zuvor wartet in der Liga noch das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag. Auch das werde eine "Herausforderung", betonte Streich - zwischen den emotionalen Highlights gegen Juve wohl erst recht.

Prickelnde Atmosphäre

Das bislang größte internationale Spiel ihrer Vereinsgeschichte hat bei den Freiburgern bleibenden Eindruck hinterlassen - und eine Chance aufs Weiterkommen. Eine "richtige Gänsehaut" habe er bei der prickelnden Atmosphäre im gut gefüllten Stadion des italienischen Rekordmeisters bekommen, berichtete Stürmer Lucas Höler. "Ein schönes Erlebnis" sei das gewesen in Turin.

Angel di Maria macht den Unterschied

Da die couragierten Badener offensiv über weite Strecken harmlos blieben und ein Tor von Höler wegen eines vorangegangenen Handspiels aberkannt wurde, reichte Juve der Treffer von Ángel Di María (53. Minute) aber zum Sieg. Das Spiel des argentinischen Weltmeisters sei "eine Augenweide" und ein "Genuss" für jeden, der gerne Fußball schaut, lobte Streich den Matchwinner hinterher.

Passgenauigkeit und der Strafraumbesetzung

Sie selbst hingegen müssten an ihrer Passgenauigkeit und der Strafraumbesetzung arbeiten, analysierten die Freiburger. "Es wäre schön gewesen, wenn wir den einen oder anderen Ball gefährlicher ins Zentrum gebracht hätten", sagte Coach Streich. "Eigentlich war ich der einzige, der vorne in der Box war", monierte Höler. Im Rückspiel werde man das besser machen, kündigte er gleich an.

Hoffenheim wartet

An das denke er aber noch gar nicht, sagte Streich. "Kräfte bündeln" und "Köpfe freikriegen" lautet seine Devise vor der Partie gegen Hoffenheim, in der er am Sonntag erneut eine "sehr, sehr konzentrierte und engagierte" Leistung seiner Mannschaft sehen will. Im normalen Liga-Alltag. Fernab allen Europapokal-Glamours.