Vier neue „Bewerber“ bestehen bei den Schömberger Eulenloch-Hexen die Prüfung und sechs neue Anwärter stellen sich vor. Auch wurde den Täuflingen ein „Vier-Gänge-Menü“ vorgesetzt.
Der Heimauftakt zur diesjährigen Faschingskampagne der Schömberger Eulenloch-Hexen mit fast 30 teilnehmenden Gruppen im Langenbrander Bürgerhaus liegt zwar schon ein paar Wochen zurück, das Zeitfenster vom 17. November wurde jedoch genutzt, um zahlreich Aktivitäten zu planen und auf die Beine zu stellen.
Dazu zählt traditionell die Hexentaufe zu Dreikönig, bei der ganz dem schwäbisch-alemannischen Brauchtum entsprechen die neuen „Bewerber“ für einen Platz im Schömberger „Eulenloch-Hexen-Team“ sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen müssen.
Die bestehen aus verschieden Aufgaben, erklärte Vorsitzende Katrin Hofmann.
Los ging der erste Teil der Hexentaufe bereits um 10 Uhr in Schömberg und Umgebung, wobei unter anderem der Aussichtsturm „Himmelsglück“ bestiegen werden musste. Weitere Aufgaben bestanden im Sammeln von Gegenständen, bei fremden Personen Müll rausbringen bis zum Auffinden und ordnungsgemäßen entsorgen von „Hundehaufen“. Keine Frage, es gibt appetitlichere Aufgaben, aber der zweite Teil der „Prüfung“ stellte eine ganz besondere Herausforderung dar.
Taufpaten stehen zur Seite
In den Räumlichkeiten im Langenbrander Jugendraum wurde den Täuflingen ein „Vier-Gänge-Menü“ vorgesetzt, das im ersten Gang aus einem im Sektglas servierten „Hexenkessel Spezial“ bestand. Die Zusammensetzung sollte aus Rücksicht auf die breite Öffentlichkeit verschwiegen werden, erinnerte jedoch auch in den weiteren Gängen „Gartenzauber mit Krabbelbonus“, „Blutplatte der Ober Hexe“ und „Guggamusik im Magen“ – Letztere bestand aus mit Fischpaste, Wasabi und Nutella garnierten Fasnetsküchle – an diverse Dschungelcamp-Versionen. Den Prüflingen, die in einer feierlichen Variante von der Vorsitzenden in die Räumlichkeiten und an einen speziellen Prüfungstisch geführt wurden, standen sogenannte Taufpaten zur Seite. Im weiteren Programm wurden die Bewerber über die zehn Narrengebote abgefragt. Sie mussten sich den zahlreich anwesenden aktiven Hexen und Vereinsmitgliedern mit einem kurzen Lebenslauf vorstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die hinter den Täuflinge ausgelegten Masken und Häs-Teile schon für die Bereitstellung der letzten „Kraftreserven“ bei den Neu-Hexen Lea Grabis, Johannes Lieber, Ann-Kathrin Roguhn und Pascal Kimmerle gesorgt. Sie werden nun als vollwertige Mitglieder die Eulenloch-Hexen auf ihren diversen Aktivitäten und Auftritten bei Umzügen bis Rathaussturm und Schmotziger Donnerstag begleiten.
Stolze Schriftführerin
Für nächstes Jahr stehen mit Magdalena Hermann, Jakob Sturm, Marlene Sturm, Hanna Vent, Lukas Schade und Carina Lemser schon sechs neue Anwärter bereit, teilte Schriftführerin Jasmin Müller nicht ohne Stolz mit.