Der Stadtlauf in Ettenheim feiert am Sonntag runden Geburtstag: Zum 40. Mal messen sich die Läufer in der Innenstadt. Von Anfang an und inzwischen als ältester Teilnehmer dabei ist Hans Decoux.
Fünf Runden müssen die Teilnehmer des Ettenheimer Stadtlaufs für den zehn Kilometer langen Hauptlauf drehen. Einen besonderen Reiz des Laufes machen dabei die vielen Zuschauer aus, die entlang der Stecke verteilt sind und die Läufer anfeuern. Von diesen besonders mit Applaus bedacht wird jedes Jahr Hans Decoux: Der 80-Jährige ist der älteste Teilnehmer des Stadtlaufs. „2023 war ich sogar der Einzige in meiner Altersklasse – auch weil viele, die sonst dabei waren, gefehlt haben“, erklärt er. Auch am Sonntag wird er wieder dabei sein – und noch einmal den Hauptlauf mitlaufen. Sein Ziel: wieder unter einer Stunde zu bleiben. Es mache ihm großen Spaß noch mit „den Jungen“, die zehn bis 30 Jahre jünger sind, mitzulaufen und mithalten zu können, verrät er unserer Redaktion.
Zum Laufsport gekommen war Decoux, nachdem er mit dem Fußballspielen aufgehört hatte und vom Kollegen zum Lauftreff des LV Ettenheim eingeladen worden war. „Dort hatte es mir von Anfang an gefallen“, erinnert er sich. Er bekomme beim Laufen den Kopf frei und es mache ihm einfach Spaß. Aber nicht nur der Sport selbst, auch die Kameradschaft dort habe ihn begeistert. Zweimal die Woche – samstags und mittwochs – ist er mit den Laufkollegen auf einer zwölf bis 13 Kilometer langen Strecke unterwegs.
Nicht nur Training, auch Ernährung ist wichtig
Um fürs Laufen fit zu sein, trainiert Decoux nicht nur regelmäßig, sondern achtet auch auf seine Ernährung. So trinkt er fast keinen Alkohol und es stehen vorrangig Nudeln, Salate und Gemüse auf dem Speiseplan.
An den Start geht Decoux nicht nur in Ettenheim. „Beim Herbstlauf in Schutterwald bin ich etliche Male mitgelaufen, beim Schluchseelauf war ich bestimmt schon 15 bis 18 Mal dabei.“ Auch in Ottenheim beim „Lauf in den Mai“ und in Reichenbach beim Nikolauslauf ist er regelmäßig anzutreffen. In Freiburg war Decoux 18 bis 19 Mal am Start und ist dort sogar zehn Mal den Halbmarathon über 21,5 Kilometer gelaufen. „Aber das ist schon fünf Jahre her“, erklärt er. Mit seinem Laufkollegen will er aber noch einmal einen Halbmarathon angehen. Er für M80 und der Laufkollege für M60.
Ettenheimer Stadtlauf ist anspruchsvoll
Und wie ist der Ettenheimer Stadtlauf so im Vergleich zu den anderen Läufen? „Anspruchsvoll – aufgrund der vielen Kurven und weil er Steigungen dabei hat“, erklärt Decoux. Das Kopfsteinpflaster hingegen mache ihm nichts aus: „Mit guten Schuhen merkt man das nicht“, erklärt er. Ein großes Lob hat er für die Organisation des Ettenheimer Stadtlaufs. „Die ist immer einwandfrei“, erklärt er.
Auch wenn es dieses Mal sein Ziel ist, wieder unter einer Stunde zu bleiben, betont er: „Ich gehe nicht auf Zeit wie die Profis. Wenn es länger geht, geht es eben länger. Man muss nach seinem Körper gehen.“ Das gelte sowohl für den Trainingslauf als auch für den Wettbewerb.
Spontan mitlaufen ist möglich
Organisatorisches:
Der LV Ettenheim veranstaltet am Sonntag, 13. Oktober, seinen 40. Stadtlauf. Er beginnt um 12.30 Uhr. Die Strecke 2024 wird wie in früheren Jahren im Bereich der Altstadt verlaufen. Start und Ziel ist beim Marienplatz in der Friedrichstraße. Die Startnummern-Ausgabe ist in der Stadthalle in der Straßburger Straße. Dort kann man sich auch für den Lauf noch anmelden und nach dem Lauf duschen und sich umziehen. Auch die Siegerehrung findet dort statt. Die Gebühr beträgt 18 Euro.
Die Läufe:
Den Anfang machen die Bambini (unter neun Jahren) um 13 Uhr mit einer Mini-Runde über 400 Meter. Die Schülerinnen (W9 bis 15)und Schüler (M9 bis 15)im Alter von neun bis 15 Jahren starten um 13.30 Uhr. Sie müssen eine Runde über zwei Kilometer bewältigen. Der Team- und Fitness-Lauf startet um 14 Uhr. Zurückgelegt werden müssen vier Kilometer, also zwei Runden. Der Hauptlauf für alle Altersklassen beginnt um 14.45 Uhr. Er umfasst fünf Runden durch die Ettenheimer Altstadt. Es müssen also insgesamt zehn Kilometer bewältigt werden.