Bereits vor zwei Jahren konnten sich die Besucher des Ettenheimer Antikmarkts an altem Geschirr, Kleidungsstücken aber auch Möbel erfreuen. Nun kehrt die Veranstaltung nach einem Jahr Pause zurück. Foto: Archivfoto: Decoux-Kone

Ettenheim - Es kommt wieder Leben in die Innenstadt: Mit dem Antikmarkt steigt am 11. September in Ettenheim nach der Pandemie-Zeit die erste große Veranstaltung. Die Händler freuen sich schon darauf, den Sammlern ihre Kuriositäten zu präsentieren.

"Die ersten beiden Male war der Markt sehr erfolgreich", berichtet Norbert Schneider vom Unternehmen Ettenheim, das den Antikmarkt gemeinsam mit der Stadtmarketing-Agentur "Meyer & Koch" organisiert. Schneider freut sich bei der Vorstellung der Veranstaltung schon sehr darauf, dass am Samstag, 11. September, die Händler wieder ihre "Chance nutzen, das Publikum zu bezirzen". Er betont, dass der Antikmarkt deutlich mehr ist, als ein gewöhnlicher Flohmarkt. Schließlich gebe es dort höherwertige Ware und vor allem sei nur Ware zugelassen, die vor dem Jahr 1975 produziert wurde.

Wolfgang Koch, Leiter der Marketing-Agentur, erklärt, dass "kleine Städte lebendig sein sollen". Dafür seien Veranstaltungen wie der Antikmarkt essenziell. Er erzählt, dass die Händler, die teilweise sogar aus Bayern und Rheinland-Pfalz anreisen, sehr froh darüber sind, dass der Antikmarkt "endlich wieder stattfindet". 40 Händler hätten sich bereits angemeldet. Weitere Anmeldungen erwartet Koch in den kommenden Tagen, wenn sich absehen ließe, wie das Wetter wird. Koch berichtet, dass der Markt in Ettenheim bei den Händlern vor allem wegen des kundigen Publikums beliebt sei. Besonders das Geschäft mit Porzellan sei sehr ergiebig.

Essen und Trinken lediglich zum Mitnehmen

Auch die Sammler werden wohl wieder zum Teil von weit her anreisen, um an den Ständen entlang zu bummeln. In den ersten beiden Ausgaben des Marktes sei neben Porzellan vor allem Schmuck ein Renner gewesen. Dabei seien auch schon vierstellige Beträge geflossen, so Koch.

Selbstverständlich gebe es am Veranstaltungstag ein Hygienekonzept zu beachten. Die einzelnen Stände, schildert Koch, werden mit mehr Abstand zueinander aufgebaut als in den vorherigen Jahren. Dort, wo die Besucher nicht ausreichend Abstand zueinander halten können, gebe es eine Maskenpflicht. Zudem seien die Händler angewiesen, dass sie ein kontaktloses Bezahlsystem mit Münzkorb anbieten. Die beiden Bewirtungsstände, die Schneider organisiert hat, sollen Essen und Trinken lediglich zum Mitnehmen anbieten, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Sowohl Koch als auch Schneider sind sich jedoch sicher, dass sich die Marktbesucher an die Vorschriften halten. Ein erster Versuch in Elzach sei sehr vielversprechend gewesen, erzählt Koch. Als weitere Schutzmaßnahme sollen sich die Gäste möglichst mithilfe der Luca-App für die Kontaktnachverfolgung registrieren. Ansonsten gebe es keine Einlass-Kontrollen – ein 3G-Nachweis ist demnach nicht erforderlich. Es werden lediglich Mitarbeiter des Unternehmen Ettenheim vor Ort sein, um bei Verstößen gegen das Hygienekonzept die Besucher und Händler darauf hinzuweisen, sagt Schneider.

Einzelhändler verlängern Öffnungszeiten

Beim Antikmarkt gehe es auch darum, die Menschen "über die emotionale Schiene" an die Innenstände zu binden, erklärt Koch. Über die preisliche Schiene sei dies nicht mehr möglich. Die Besucher sollen den Wert einer intakten Innenstadt erkennen. Dazu sei der Antikmarkt wie geschaffen, denn "Antiquitäten passen wunderbar in diese barocke Altstadt", schwärmt Koch von dem kommenden Event.

Die Besucher können am Veranstaltungstag, Samstag, 11. September, von 11 bis 18 Uhr an den Ständen nach besonderen Schätzen Ausschau halten. Die Stände werden sich in der Innenstadt über die Rohanstraße, die Friedrichstraße, die Ettikostraße sowie die Thomasstraße verteilen. Die Einzelhändler in der Innenstadt werden zudem ihre Öffnungszeiten verlängern.