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Eschbronn Trotz Corona fließt eine Menge Blut

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Bürgermeister Franz Moser (rechts) und Bereitschaftsleiter Anton Kopp (von links) ehren in der Ratssitzung die Mehrfachblutspender Manfred Grenz, Andreas Kammerer und Johannes Hettich.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bereitschaft in Eschbronn, regelmäßig zur Blutspende zu gehen, war schon immer recht groß. Wenn jedoch mit Manfred Grenz, Frank Rapp und Andreas Kammerer gleich drei Bürger für 100-maliges Spenden geehrt werden, ist das für Bürgermeister Franz Moser etwas Besonderes.

Eschbronn. Im Vorfeld der Ratssitzung am Dienstag zeichneten der Rathauschef und Bereitschaftsleiter Anton Kopp der Ortsgruppe Hardt-Eschbronn des DRK-Ortsvereins Schramberg insgesamt acht Mehrfachspender aus, die es zusammen bisher auf 380 Blutspenden gebracht haben.

Moser zitierte in seiner Laudatio DRK-Blutspendedienst-Sprecherin Kerstin Schweiger, nach der in Deutschland nur drei Prozent der Bürger Blut spenden, es aber 33 Prozent tun könnten. Andererseits benötigten 80 Prozent der Menschen in ihrem Leben mindestens einmal fremdes Blut.

Und der demografische Wandel werde in den kommenden Jahren den Bedarf erhöhen, da die Menschen immer älter und dadurch mehr Blut für die medizinische Versorgung gebraucht würden. "Die Masse an Nichtspendern muss mobilisiert und die Altersgrenze geändert werden", forderte folgerichtig der Bürgermeister.

Dies sei nicht nur die Aufgabe des Roten Kreuzes, sondern ein öffentliches Anliegen und lebenswichtiges obendrein. Er rufe deshalb die Nichtspender auf, dem Beispiel der heute zu Ehrenden zu folgen. Dies gelte in Corona-Zeiten, die sich auf das Blutspenden auswirkten, umso mehr.

Der Ablauf der Blutspendeaktionen sei umgestaltet worden, um eine Infektion möglichst zu verhindern. Dazu gehöre leider auch, dass es hinterher kein gemeinsames Vesper gebe und das Zusammensitzen und Plaudern ausfalle. Dennoch danke er dem Ortsverein, den damit verbundenen Mehraufwand klaglos auf sich zu nehmen.

In Eschbronn sei das Blutspenden gut verankert, wie die jährlichen Ehrungen mit teilweise sehr hohen Spenderzahlen zeigten. Die Gemeinde stelle auch in Zukunft die Mühlbachhalle für Blutspendetermine gerne zur Verfügung und unterstütze das Rote Kreuz. Für ihn sei es bedeutsam, die Auszeichnung von Blutspendern in einer Ratssitzung vorzunehmen, in der wichtige Belange der Gemeinde beraten und beschlossen würden, sagte Moser weiter.

Eine gute Kommune zeichne sich aus, wenn nicht jeder nur für sich lebe, sondern auch das "Wir" und die Hilfe für Menschen in Not einen hohen Stellenwert besitze. Dazu brauche es Vorbilder wie Blutspender, hob Moser hervor. Auch Bereitschaftsleiter Kopp dankte den Mehrfachspendern für ihr Engagement.

Während der Blutspendetermin in Mariazell am 25. Juni sehr gut besucht gewesen sei, seien die Zahlen am 24. August in Hardt etwas eingebrochen. "Ich hoffe, dass die Leute wegen Corona weiterhin zum Blutspenden kommen. Es gibt Rückmeldungen, wonach die Wartezeiten aufgrund der vorherigen Online-Anmeldung deutlich kürzer sind. Gerne würden wir ein Essen wie vor Corona anbieten, dürfen das aber nicht", bat Kopp um Verständnis.

Jeweils zehnmal Blut gespendet haben Isabell Bea, Bianca Reuter und Niklas Wagner. Auf 25 Spenden bringen es Johannes Hettich und Gabriele Müller.

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