Der seit September 2023 fertiggestellte Radweg von Sulgen nach Mariazell und Locherhof wird rege genutzt und kommt bei Radfahrern und Fußgängern gut an. Foto: Herzog

Die Gemeinde muss für den Radweg Eschbronn – Sulgen einen Eigenanteil von 18 400 Euro stemmen. Bei Gesamtkosten von circa 3,5 Millionen Euro geradezu ein Schnäppchen.

Die Kostenabrechnung des gemarkungsübergreifenden Fuß- und Radwegprojekts löste in der Sitzung des Gemeinderats in den Gesichtern der Räte und Besucher breites Grinsen aus. Bürgermeister Franz Moser sprach von ganz erfreulichen Nachrichten.

 

Mit der Fertigstellung des rund sechs Kilometer langen Radwegs von Mariazell und Locherhof nach Schönbronn und Sulgen im September 2023 sei ein annähernd 50 Jahre dauernder Wunsch der Bevölkerung zur Verbesserung der Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr erfüllt worden. Der Gemeinderat habe im Februar 2022 den Beschluss für den Bau gefasst, dem eine Kostenberechnung des Ingenieurbüros Gauss von 3,92 Millionen Euro zugrunde gelegen habe, berichtete der Bürgermeister.

Radweg ist sehr beliebt

Nachdem bei einem Sicherheitsaudit einzelne Maßnahmen gestrichen worden seien, habe sich die berechnete Bausumme auf 3,394 Millionen Euro reduziert. Gebaut worden sei in den Jahren 2022 und 2023 und die Einweihung am 23. September 2023 mit einem großen Bürgerfest in Schönbronn gefeiert worden. „Der Radweg wird seither von Radfahrern und Fußgängern rege frequentiert und erfreut sich großer Beliebtheit“, stellte Moser fest.

Das Radwegprojekt sei von Bund und Land finanziell großzügig unterstützt worden und eines der ersten in dieser Größenordnung, das nicht nur über das Landesverkehrsfinanzierungsgesetz, sondern auch durch das Bundesprogramm Stadt und Land mit über 90 Prozent gefördert worden sei.

Durch erhebliche Einsparungen von nicht förderfähigen Kosten habe auch der erforderliche Eigenanteil des Landkreises Rottweil, Stadt Schramberg und Gemeinde Eschbronn deutlich reduziert werden können, freute sich der Bürgermeister.

Weit unter der Kalkulation

Nach Abzug der staatlichen Förderung betrügen die nicht gedeckten Kosten rund 124 000 Euro, wovon Eschbronn 18 427 Euro übernehmen müsse. Die Kalkulation habe mal bei rund 45 000 Euro gelegen.

„Es war hinsichtlich des unkalkulierbaren Winters ein großes Wagnis, auf den Punkt genau fertig zu werden, weil es sonst die hohe Förderung nicht gegeben hätte. Das war in der Tat eine tolle Leistung, alle Partner haben an einem Strang gezogen“, hob Moser das Engagement aller Beteiligter hervor.

Lob an Bürgerinitiative

Rat Rainer Scheck wollte sich nicht mit fremden Federn schmücken. „Wir vom Gemeinderat haben nur abgenickt, die Hauptarbeit hatte unser Bürgermeister und Schrambergs Tiefbauamtsleiter Konrad Ginter. Und nicht zu vergessen die Bürgerinitiative Radweg Sulgen-Mariazell, die viel Überzeugungsarbeit geleistet hat. Kein betroffener Grundstücksbesitzer hat Bengel in das Vorhaben geworfen, alle haben den Nutzen vorne angestellt“, lobte Scheck.