Vom Ortseingang Locherhof von Dunningen kommend muss auf einer Länge von rund 105 Metern der Abwasserkanal saniert werden. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Sanierungen: Untersuchung offenbart Handlungsbedarf

Eschbronn-Mariazell (lh). Im Bereich "Hochberg" im Ortsteil Locherhof muss kurzfristig der Abwasserkanal saniert werden. Der Gemeinderat vergab hierfür einen Auftrag für knapp 20 000 Euro.

In der Ratssitzung verwies Bürgermeister Franz Moser auf die gesetzliche Pflicht der Gemeinde, im Rahmen der Eigenkontrollverordnung regelmäßig das kommunale Kanalnetz überprüfen zu lassen. Hierzu habe der Gemeinderat im Februar 2018 die Firma Alba mit den TV-Untersuchungen der Kanäle im östlichen Teil von Locherhof einschließlich Gewerbegebiet "Ob Heckenwald" beauftragt.

Dabei sei eine Strecke von insgesamt rund fünf Kilometern untersucht worden. Die Überprüfung habe schadhafte Stellen ergeben, für deren Sanierung noch ein Handlungskonzept erarbeitet werde.

Unabhängig davon bestünde in der Straße Hochberg zwischen Ortseingang Locherhof von Dunningen kommend bis zur Einmündung in den Lackendorfer Weg auf einer Länge von etwa 105 Metern dringender Handlungsbedarf, schilderte der Bürgermeister. Typische Schäden seien im Bereich der Muffen als Folge von Setzungen festgestellt worden, die zum Glück nicht den Austausch von Rohren erfordere. Die Schadstellen ließen sich mittels Inlinerverfahren sanieren und es müsse keine Straßen aufgegraben werden.

Die Gemeinde Dunningen habe auf ihrer Gemarkung notwendige Sanierungen ausgeschrieben und die Firma Diringer und Scheidel aus Mannheim beauftragt. "Wir können uns dieser Ausschreibung anschließen. Auf der Grundlage der vereinbarten Einzelpreise ergeben sich für den angezeigten Straßenabschnitt Kosten in Höhe von 19 200 Euro. Als nächster Schritt ist dann Mariazell an der Reihe", erläuterte Moser die geplante Vorgehensweise.

Wie Bauhofleiter Rafael Burri ergänzte, werde die Befahrung dokumentiert, die festgestellten Schäden in verschiedene Stufen klassifiziert und ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Beim Inlinerverfahren werde ein circa fünf Millimeter dicker Strumpf aus Kunstharz eingezogen, der aushärte und den Querschnitt kaum verringere. An den Stößen könne bei späteren Sanierungen wieder problemlos angeschlossen werden, verriet Burri auf Anfrage aus dem Ratsgremium.

Fred Zehnder erkundigte sich nach der Höhe der Ingenieurkosten. Er wolle schon gerne wissen, für welchen Aufwand wie viel Geld bezahlt werde. Moser erinnerte sich vage, dass bei der Vergabe an die BIT-Ingenieure 2018 eine Summe von rund 20 000 Euro angefallen sei. Er werde das genaue Ergebnis in der nächsten Sitzung nachliefern, versicherte Moser.

Burri informierte über Preis-Verhandlungen mit dem Büro, bei denen ein Nachlass von fünf Prozent erzielt worden war. Die Vergabe der Inlinersanierung an die Firma Diringer und Scheidel durch die Räte erfolgte einstimmig.

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