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Eschbronn Nach 38 Jahren ein leises Servus

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Gerhard Jäckle Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen. Diese Redensart trifft sicher auch auf Gerhard Jäckle zu, der nach 38 Jahren Feuerwehrdienst leise "Servus" sagt.

Eschbronn-Locherhof (lh). In der Hauptversammlung der Feuerwehr Eschbronn (wir berichteten) spielte mit der Verabschiedung des ehemaligen Wehrchefs Gerhard Jäckle ein Hauch Wehmut mit. Wie Kommandant Andreas Noth bedauerte, verlasse an diesem Abend ein großer Akteur die Feuerwehrbühne. Zum Glück nicht endgültig, sondern in den Feuerwehrruhestand in der Altersmannschaft.

Jäckle sei im Mai 1980 in die damalige Abteilung Locherhof eingetreten. Nach der Grundausbildung habe er viele weitere Aus- und Fortbildungen absolviert. Bei so vielen Lehrgängen seien die Beförderungen, wie zum Löschmeister, Oberlöschmeister, Brandmeister und Oberbrandmeister, nicht ausgeblieben, zählte Noth auf.

In fast vier Jahrzehnte aktivem Feuerwehrdienst habe Jäckle auch zahlreiche Ämter bekleidet. Nach der Bestellung zum Gruppenführer 1988 habe er vier Jahre später als stellvertretender und erster Abteilungsleiter von Locherhof und von 2001 bis 2011 als Kommandant der Gesamtwehr Verantwortung übernommen. Eine so lange Zeit an vorderster Stelle bedeute eine Seltenheit.

38 erlebte Jahre im Feuerwehrdienst hätten ihm sicherlich nicht immer nur Freude bereitet. Doch die schönen Momente seien bestimmt in der Überzahl gewesen. Er habe diese Zeit nie als zeitliches Opfer gesehen, sondern als Hobby und Dienst am und für den Nächsten, bekräftigte der Kommandant.

Bürgermeister Franz Moser erinnerte daran, dass Jäckle in einer schwierigen Zeit die Feuerwehr Eschbronn geleitet und wesentlich dazu beigetragen habe, dass die Zusammenführung der Abteilungen Locherhof und Mariazell zur Gesamtwehr Eschbronn gelang. Wenn einem Zitat von Erwin Teufel zufolge je ein Amt zum Manne gekommen sei, dann bei Gerhard Jäckle. Er habe sich in die Pflicht nehmen lassen und diese in hervorragender Weise erfüllt.

In einer Gesellschaft, die immer mehr zu Individualisierung und Egoismen neige, sei es leider keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Menschen für andere Verantwortung übernähmen. Da brauche es Personen wie Jäckle, die das Gegenteil bewiesen. Neben der Feuerwehr habe er sich auch darüber hinaus in Vereinen, im Naturschutz als Biberbeauftragter und als Gemeinderat engagiert. Im kommenden Jahr bestünde hier die Möglichkeit für ein Revival, schmunzelte der Bürgermeister und fügte Worte des Dankes für all das Geleistete an.

Den Glückwünschen schloss sich auch der neue Kreisfeuerwehrbands-Vorsitzende Jürgen Eberhardt an, der Jäckle die Medaille für Dank und Anerkennung in Silber überreichte und dabei die Gelegenheit nutzte, sich den Kameraden in Eschbronn persönlich vorzustellen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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