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Eschbronn "Katastrophale" Straße muss weiter warten

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Im Gewann "Staigersdachsbühl" zwischen Sportgelände Waldeck und Dachsbühlweg will die Gemeinde eine Erddeponie einrichten. Das Vorhaben hat gute Chancen zur Genehmigung.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

In der letzten Ratssitzung des Jahres in Eschbronn hakte Alt-Gemeinderat Manfred Schmieder neben dem Stand der Flurneuordnung (wir berichteten) auch zur desolaten Friedhofstraße nach.

Eschbronn-Mariazell (lh). Schmieder hatte zuletzt im Juli 2018, damals noch in Amt und Würden, Bürgermeister Franz Moser vorgeworfen: "Die Friedhofstraße ist katastrophal, darauf kann man nicht mal mehr gehen. Wer danach noch in den Harzwaldweg muss, ist einem Herzinfarkt nahe." Diese Maßnahme, bedauerte der Bürgermeister nun, müsse aufgrund von dringenderen Vorhaben weiter geschoben werden und sei im Haushaltsplan 2021 nicht vorgesehen.

Die aktuelle Schulhaus-Sanierung und -Erweiterung binde liquide Mittel. Die weitere Entwicklung der Kindergärten verbunden mit der Gebäudekonzeption sowie die Erschließung von Wohnbau- und Gewerbegebieten seien Themen für die Gemeinde, die höhere Priorität genössen. Bei letzteren beiden Maßnahmen müsse die Kommune zwar in Vorleistung gehen, aber es käme auch wieder Geld herein und belaste den Haushalt somit weniger. In der mittelfristigen Finanzplanung sei der rund 330 Meter lange Vollausbau der Friedhofstraße auf eine Breite mit 3,50 Metern aber vorgesehen.

Beim Austausch des Abwasserkanals und der Wasserleitung müssten die Anlieger nur den Hausanschluss bezahlen. Ein Großteil der Kosten entfalle somit auf die Gemeinde.

Erschließung ohne Plan?

Die "Kastanienallee" in der Friedhofstraße im Ortsteil Locherhof verkommt immer mehr zur "never ending story". Seit mehr als 20 Jahren wird eine Sanierung angestrebt. Der Gemeinderat fasste im Jahre 2007 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Friedhofstraße-Bergstraße-Lackendorfer Weg". Dies werteten Anlieger als perfiden Schachzug, um die Kosten durch Erschließungsbeiträge überwiegend auf sie abzuwälzen. Es formierte sich heftiger Widerstand einer Bürgerinitiative, die schließlich eine Petition einreichte und vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim gegen den Bebauungsplan klagte. Das Gericht hob 2013 den Bebauungsplan aufgrund eines Formfehlers auf. Laut Moser braucht es aber nicht zwingend einen Bebauungsplan, um bei einer Straßensanierung von den Anliegern Erschließungsbeiträge verlangen zu können.

Auskunft gab er auch zur Anfrage Schmieders hinsichtlich einer von der Gemeinde geplanten Erddeponie. Diese Pläne gebe es und daran werde festgehalten. Nachdem die Erdauffüllung unterhalb des Hartplatzes beim Sportgelände Waldeck nicht mehr lange reichen wird, sucht die Gemeinde nach einer Alternative. Als Fläche komme das Gewann "Staigersdachsbühl" zwischen Sportgelände Waldeck und Dachsbühlweg infrage. Mit dem Eigentümer, der Bereitschaft signalisiert habe, stehe die Kommune in engem Kontakt.

Genehmigung wird geprüft

Mit einer Erddeponie werde das Ziel verfolgt, den Einwohnern die Endlagerung von Erdaushub kostengünstig, auf kurzem Weg zu ermöglichen. Derzeit werde geprüft, ob eine Genehmigung erhalten werden könne. "Ich sehe da gute Chancen", gab der Rathauschef gegenüber unserer Zeitung preis.

Schließlich verwies Schmieder auf die geänderte Straßenverkehrsordnung, wonach beim Überholen von Radfahrern ein größerer Abstand einzuhalten ist. Dies sei auf öffentlichen Feldwegen unmöglich. Schmieder wusste bereits von Gemeinden, die deshalb Feldwege für den Verkehr sperrten. Davon, räumte der Bürgermeister ein, habe er keinerlei Kenntnis.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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