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Eschbronn Grundstimmung positiv – Bedenken bleiben

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Eine rege Diskussion schloss sich der Vorstellung des Projekts eines Radwegs zwischen Sulgen und Eschbronn in der Informationsveranstaltung, zu der die beiden Kommunen geladen hatten, an.

Eschbronn/Schramberg-Sulgen. In der Diskussions- und Fragerunde zum geplanten Radweg sprach sich Landwirt Roland Bantle für eine rechtsseitige Trasse von Sulgen kommend aus. Da besitze der Kreis deutlich mehr Flächen als linksseitig, wodurch die Kosten beim Grunderwerb deutlich niedriger ausfallen würden. Auch ginge dadurch weniger landwirtschaftliche Fläche verloren. "Den Straßengraben könnte man verdolen, darin fließt so gut wie nie Wasser. Ich glaube nicht, dass die Höhenunterschiede auf der linken Seite kein Geld kosten", argumentierte Bantle.

Unterstützung erhielt der Landwirt von Nachbar Matthias Zehnder. Bei der bisher favorisierten Trasse führen Radfahrer von Schönbronn kommend mit großer Geschwindigkeit sehr nahe an seinem Wohnhaus vorbei. Da die Stelle auch noch im Kurvenbereich liege, werde ihm die Ausfahrt aus seiner Garage stark erschwert und sei gefährlich. Schrambergs Tiefbauabteilungsleiter Horst Bisinger erläuterte, dass der Radweg nicht auf Höhe der Straße, sondern im vorhandenen Gelände geführt werde. Auch innerorts werde der Radweg manchmal eng an Häusern vorbeigehen. Das sei unangenehm und erfordere Verständnis.

Elvira Aichele erkundigte sich, ob ein Grundstücksverkauf abgelehnt werden dürfe. "Besser nicht", scherzte Bürgermeister Franz Moser. Jeder betroffene Grundstückseigentümer dürfe frei entscheiden. Es werde niemand gezwungen, es fielen keine Erschließungsbeiträge an und es komme auch nicht zu einer Enteignung.

"Allerdings könnte ein einziger Eigentümer, der nicht verkauft, das Vorhaben zum Scheitern bringen, weil es dann nicht die optimale Förderung gibt", gab Moser zu bedenken.

Martin Rapp wollte wissen, welcher Preis pro Quadratmeter bezahlt werde und ob ein Grundstückstausch möglich sei. Es werde ein einheitlicher Preis für alle Grundstücksbesitzer festgelegt, erläuterte Moser. Unterschiede werde es nur geben, wenn eine Fläche innerorts an einem Haus benötigt werde. Über einen Tausch müsse im Einzelfall entschieden werden.

Martina Jäckle begrüßte das Vorhaben, kritisierte jedoch, dass für den Radweg nach Locherhof erneut Fläche versiegelt werde, obwohl es von Schönbronn nach Oberlocherhof bereits einen Radweg gebe. Dies, hielt der Bürgermeister entgegen, sei im Gemeinderat diskutiert worden. Es werde das Ziel verfolgt, mehr Radfahrer auf die Straße zu bringen. Beim vorhandenen Radweg wollten Eltern nicht, dass ihre Kinder durch den Wald fahren und es gebe Stellen, die nicht einzusehen seien. Er werde ihre Einwände aber noch mal im Gemeinderat ansprechen, sicherte Moser zu.

Aron Baur fragte bei Bisinger nach, wie viel seines Waldes beim geplanten Radweg nach Locherhof entfernt werden müsse. "Aus Haftungsgründen bis zu 30 Meter von der Straße aus. Es hat in der Vergangenheit Klagen von Geschädigten gegeben, die vor Gericht erfolgreich waren", wusste Bisinger.

Abschließend zitierte Bürgermeister Franz Moser aus einem Schreiben eines Grundstückseigentümers, der aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte: "Ich bin für den Radweg und werde Flächen verkaufen, die ihr dafür braucht." Diese Einstellung wünsche er sich von noch mehr Eigentümern.

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