Stein des Anstoßes in der Gemeinderatssitzung war die Retention bei der Grundschule in Mariazell.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Herbe Kritik an der Entwässerung

Eschbronn-Mariazell. (lh). Im Nachgang der Baustellenbesichtigung der Grundschule (wir berichteten) kam es im Gemeinderat zu deutlicher Kritik am Bau der Retentionsfläche.

Fred Zehnder rügte: "Wie kann die Behörde so etwas planen. Wenn sich da nur ein bisschen Wasser ansammelt, läuft es gleich in den Mühlbach. Und dann muss man die Retention auch noch einzäunen."

Rafael Burri, Dunningens Bauhofleiter für Eschbronn, verteidigte die Planung. Ursprünglich sei die Retention an anderer Stelle vorgesehen gewesen, habe jedoch aus topografischen Gründen an die jetzige Stelle verschoben werden müssen.

Bepflanzung könnteüppiger ausfallen

Christoph Meyer-Sander tadelte, die Bepflanzung des Beckens sei äußerst spärlich angelegt. Da sei wesentlich mehr möglich. Auch eine naturnahe Gestaltung des Bachufers böte sich an. Nach Darstellung von Bürgermeister Franz Moser lägen Sinn und Zweck der Retention darin, dass das Oberflächenwasser nicht geballt in den Mühlbach fließe, sondern gedrosselt weitergegeben werde.

Das Problem bei dieser Thematik stelle die Schule dar: "Die Kinder werden die Retention als Abenteuerspielplatz nutzen wollen. Deshalb muss die Haftungsfrage geklärt werden", sagte Moser und versicherte, die Anregungen an Architektin Iris Grimm vom Büro arbol weiterzugeben.

Wie Grimm auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte, sei das Einlaufrohr der Retention deutlich größer dimensioniert als das Auslaufrohr in den Mühlbach.

Bei großem Wasseranfall könnten so rund 20 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden, ehe das Wasser über den oberen Rand der Retention, der zum Mühlbach hin seine niedrigste Höhe habe, überschwappe.

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