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Eschbronn Eurofighter erschrecken Anwohner

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Im Tiefflug waren zwei Eurofighter über Eschbronn unterwegs. (Symbolbild) Foto: dpa

Eschbronn - Eine Leserin von Schwarzwälder Bote Online wunderte sich am Mittwochnachmittag über zwei extrem tief fliegende Kampfjets. Was war da los? Eine Nachfrage beim Luftfahrtamt der Bundeswehr ergab, das zwei Maschinen der Luftwaffe über dem Gebiet Tiefflüge durchgeführt haben. Einer der Eurofighter sei gegen 15:28 Uhr etwa 995 Meter über dem Boden geflogen. Er habe dabei eine Geschwindigkeit von etwa 720 km/h gehabt, so ein Specher. Dieser Tiefflug sei wohl die Ursache des extremen Fluglärms gewesen.

Flugbewegungen werden möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik verteilt

"Mein Herz hatte schier einen Satz gemacht", schilderte die Userin aus Eschbronn ihre Eindrücke. Der Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr entschuldigt sich: "Militärische Tiefflüge können auf manche Menschen sehr überraschend oder gar erschreckend wirken. Das ist nicht beabsichtigt, aber leider nicht immer vermeidbar. Die Bundeswehr hat auch deswegen solche Flugbewegungen tagsüber nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um sie möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik verteilen zu können. Selbstverständlich wird dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen. Aber die dicht besiedelte Bundesrepublik setzt diesem Vorhaben neben den gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen enge Grenzen."

Tiefflugmanöver werden 600 Meter über Grund geflogen, wobei es eine einzuhaltende Mindesthöhe von 300 Metern gibt. Diese darf laut dem Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr innerhalb eines vom Bundesministerium der Verteidigung streng limitierten Kontingents unterschritten werden und liegt dann bei etwa 150 Metern über dem Grund. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist eine Mindesthöhe von 600 Metern über Grund einzuhalten.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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