Der Tag in Lackendorf, der ist so freudenreich... Foto: Weisser

Viele Narren auf der Umzugsstrecke, Menschentrauben an den Straßen, in der Halle und in den Besenwirtschaften: Beim Eschachsprung am Samstagnachmittag war Lackendorf komplett in närrischer Hand.

Die dritte Auflage des gemeinsamen Narrentags der drei Zünfte Dunningen, Seedorf und Lackendorf mit dem Umzug als Höhepunkt lockte bei frühlingshaften Temperaturen eine stattliche Anzahl von Besuchern in das Täle.

 

Unter dem Motto „drei Zünfte, drei Freunde, ein Fest“ feierte die riesige Narrenschar nach dem Umzug ausgelassen im gesamten Ort. In der Eschachtalhalle, auf dem Vorplatz, auf den Straßen und in den 19 Besenwirtschaften tummelten sich gut gelaunte Kleidlesträger und Gäste. Überall herrschte gute Stimmung.

Die Witterungsverhältnisse waren – wie schon bei den vorherigen zwei Umzügen in Seedorf und Dunningen – optimal. Die drei Zünfte scheinen für diesen Tag mit Petrus einen Wetterpakt abgeschlossen zu haben.

Reichlich Komplimente verteilt

Die einheimische Baronengilde, das kleinste Mitglied des närrischen Dreierbundes, bekam reichlich Komplimente von allen Seiten. Die Veranstaltung sei top organisiert, bestätigten Michael Notheis und Kevin Mauch, die Zunftpräsidenten aus Dunningen und Seedorf, nach dem Umzug in der Halle. Beide lobten ihren Lackendorfer Kollegen Matze Renz und dessen Team für die perfekte Vorbereitung.

Schon morgens hatten sich Vertreter der drei befreundeten Zünfte zu einem gemeinsamen Frühstück getroffen. Vor dem Start des Umzugs herrschte bereits reges Treiben auf den Straßen. Aus den Besenwirtschaften duftete es nach Grillwurst, Pommes, Hamburger und Gulaschsuppe. Ein reichliches Speisen- und Getränkeangebot wartete auf hungrige wie auch durstige Gäste.

Närrischer Lindwurm

Fast pünktlich startete der Umzug. Der närrische Lindwurm schlängelte sich auf der Stettener Straße bis zur Mehrzweckhalle. Für die Begleitmusik sorgten die jeweiligen Musikkapellen wie auch die „Saidorfer Guck a Musik“. Bunte Akzente setzten in den Reihen aller drei Zünfte adrette Gardemädchen. Den Umzug führten die Frackträger, Weiß- und Schlossnarren sowie die „Härlegoaschter“ der Baronengilde an.

Anschließend folgte eine stattliche Anzahl Dunninger Holzäpfel. Die motorisierte „Moschte“ durfte nicht fehlen. Die Narrenräte verteilten vom Fahrzeug aus knackige Äpfel unter die Zuschauer.

Danach zog die Seedorfer Raupenzunft mit Hansel, Schantle, Raupe und dem Gretele an den Zuschauern vorbei. Die Narrenräte saßen auf dem originellen Raupenfahrzeug. Den Schluss machten die umtriebigen Schlossgeister aus Seedorf.