Bei optimalem Wetter haben die drei Zünfte der Gesamtgemeinde Dunningen zusammen mit vielen Besuchern in Seedorf den gemeinsamen Narrentag gefeiert.
Mit der vierten Auflage ist der Eschachsprung der Dunninger Holzäpfelzunft, der Seedorfer Raupenzunft und der Lackendorfer Baronengilde am Samstagnachmittag erfolgreich in die zweite Runde gestartet.
Auf Petrus war Verlass, denn bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen blieb an diesem Tag kaum ein Narrenkleid in der Gesamtgemeinde im Schrank hängen. Die Schar der Hästräger war enorm.
Ebenso die Anzahl der Zuschauer. Dichtgedrängt standen die Besucher am Straßenrand. Mehrere Besenwirtschaften versorgten die Gäste. Es herrschte gute Stimmung. Und so schrieben die Narren der drei befreundeten Zünfte am Samstag ein weiteres Kapitel der großen Erfolgsgeschichte. Diese hatte im Jahr 2023 im „Raupa Nescht“ Seedorf begonnen.
Eine Erfolgsgeschichte
Nach dem ersten Durchgang findet die närrische Gemeinschaftsveranstaltung fortan im zweijährigen Turnus statt. Das nächste Mal im Jahr 2028 in Dunningen. „Drei Zünfte, drei Freunde, ein Fest“ – nach diesem Motto haben die drei Vereine diese Veranstaltung ins Leben gerufen.
Im Fokus des Narrentags stand von Beginn an die Pflege des Gemeinschaftssinns in der Gemeinde und die Vertiefung der Freundschaft unter den beteiligten Zünften. Dass dies schon nach kurzer Zeit gelungen ist, war auf den Straßen, in den Besenwirtschaften wie auch in der Festhalle wiederum eindrucksvoll festzustellen.
Schon fast „familiären Charakter“ hat diese närrische Veranstaltung. Die Umzugsteilnehmer und der Großteil der Zuschauer kennen sich. Man kommt ins Gespräch und feiert miteinander. In der Halle, in den Besen und auf den Straßen.
Holzäpfel bestimmen das Bild
Die Gastgeber führten mit dem Hansel, dem Schantle, der Raupe und dem Gretele den Umzug an. Der Narrenrat saß auf dem Raupenfahrzeug. Dahinter folgten die Seedorfer „Guck a Musik“ und die Schlossgeister. Anschließend zog eine riesige Menge Dunninger Holzäpfel an den Zuschauern vorbei.
Vom Wagen aus blickte der Narrenrat auf das närrische Publikum und warf Äpfel aus. Nicht fehlen durfte die „Moschte“. Der Lackendorfer Baronenrat musste dagegen die Umzugsstrecke zu Fuß zurücklegen. Hinter den Frackträgern folgten die Schlossnarren, die Weissnarren und die Härle-Goaschter.
Garde sorgt für Farbtupfer
Begleitet wurden die Zünfte von den jeweiligen Musikkapellen. Zusätzliche Farbtupfer im Umzug waren die vielen Gardemädchen in ihren bunten Kostümen. Am Ende des Umzugs stellte eine Gruppe den imposanten Seedofer „Schwarzwaldhof“ vor. Lustige folkloristische Einlagen auf der Straße sorgten für Gelächter.
In der Halle ging es mit dem gemeinsamen Auftritt der drei Musikkapellen und Aufführungen der verschiedenen Garden närrisch weiter.