Als „überwältigend“ bezeichnet Organisator Thomas Dees die Resonanz auf die Ausstellung „Bitte lächeln“. Es wurden 260 historische Fotos der Stadt Ettenheim von Fotografin Martha Oehler gezeigt. Rund 2000 Besucher strömten in den Bürgersaal.
Die Martini-Ausstellung „Bitte lächeln“ wurde am Donnerstag geschlossen. Es war „garantiert die bestbesuchte Ausstellung der letzten 30 Jahre“, bilanziert Bürgermeister Bruno Metz. Unsere Redaktion sprach mit dem Organisator Thomas Dees, Vorsitzender des Historischen Vereins Ettenheim, über den Erfolg.
Herr Dees, die von Ihnen initiierte Ausstellung im Bürgersaal trug den Titel: „Bitte lächeln“. Fühlten Sie sich da auch angesprochen?
Das hat auch für die Ausstellung gepasst. Jeder Besucher und jede Besucherin ging zufrieden und mit einem Lächeln aus der Ausstellung.
Ein Wort, mit dem Sie die Ausstellung bilanzieren?
Überwältigend.
Warum?
Ich habe nicht damit gerechnet, dass „Bitte lächeln“ so einen Besucheransturm erfährt. In jedem Zeitfenster waren viele Leute da, einige Male war der Bürgersaal überfüllt.
Welche Besucherzahl schätzen Sie?
Es war gefühlt jeder Ettenheimer da. Nicht wenige Besucher waren mehrfach da, um die Bilder zu „studieren“. Es waren mehr als 2000 Besucher.
Überwiegend „Oldies“ wahrscheinlich ...
Ja, gerade für die älteren Generationen war die Ausstellung interessant, weil diese die 1950er- und 1960er-Jahre erlebt haben und bei ihnen viele Erinnerungen wachgerufen wurden.
Kamen auch Besucher von auswärts?
Ja, auch viele aus den Ortsteilen und Nachbargemeinden schauten vorbei. Eine ältere Dame aus der Pfalz, die keinen Bezug zu Ettenheim hat, fand die Ausstellung toll, weil vieles bei Ihr zu Hause ganz ähnlich war.
Sie haben dazu eingeladen, Wissen der Besucher an Sie zurückzumelden. Wurde davon Gebrauch gemacht?
Ich habe viele interessante Zusatzinformationen notiert und die Beschriftungen fünf Mal überarbeitet und neu angebracht.
Meine Beobachtung: Es waren „Begegnungen“ mit den Fotos, mit der Vergangenheit, aber auch „Begegnungen“ zwischen den Besuchern. Würden Sie das bestätigen?
Es war in der Tat eindrucksvoll, wie intensiv die Bilder besprochen wurden, auch von Personen, die sich gar nicht kannten. Es herrschte oft die Stimmung wie bei einem großen Familientreffen.
Sie haben angeboten, dass Besucher Kopien von Bildern auch bestellen können. Wurde das genutzt?
Es gibt viele Nachbestellungen als Foto oder in digitaler Form. Eine neue Erfahrung war, dass die überwiegende Mehrheit der Besucher mit Digitalkameras Bilder abfotografiert haben.
Fortsetzung ist denkbar
Was passiert nun mit den ausgestellten Fotos?
Sie werden im Stadtarchiv archiviert.
Könnten Sie sich vorstellen, eine vergleichbare Ausstellung wieder einmal zu organisieren?
Es hat so viel Spaß gemacht und der Erfolg war so beflügelnd, dass auf jeden Fall wieder eine Ausstellung stattfinden sollte. Es gibt viele teilweise schon digitalisierte Fotosammlungen von Bürgern und noch interessante Themen wie Schwimmbad, Luftbilder, Kinderzeit in Ettenheim oder die „Holzi“.
Über Martha Oehler
Martha Oehler wurde 1921 als zweite Tochter des Fotografen Richard Oehler geboren. Ihr Vater betrieb seit 1939 ein Fotogeschäft in Ettenheim. Nach ihrer Lehre legte sie 1949 die Meisterprüfung ab. 1963 übernahm sie das Fotogeschäft im „Unteren Tor“ und führte es bis 1990. Auch arbeitete sie als Pressefotografin. Am 22. Dezember 2005 verstarb sie im Alter von 84 Jahren. Durch einen glücklichen Umstand kam ihr fotografischer Nachlass von mehr als 40 000 Aufnahmen in den Besitz der Stadt Ettenheim. Das Spektrum reicht von Studioaufnahmen und Fotos von Ereignissen und bis zu Fotos von Alt-Ettenheim.