Die Gemeinde Auggen war bei der Aufnahme in die Städtebauförderung erfolgreich. Konkret steht zunächst das Gebiet „Ortsmitte III/Bahnhofsumfeld“ im Fokus.
Das hat Bürgermeister Ulli Waldkirch im Gemeinderat mitgeteilt. Die Beratung und Beschlussempfehlung über die vorbereitenden Untersuchungen für das besagte Bahnhofsumfeld standen auf der Tagesordnung.
Maßnahmen, die mit Geldern aus der Städtebauförderung umgesetzt werden sollen, beziehen sich auf den Kernort in der Ebene und Teile des am Hang gelegenen Kernorts zwischen Hauptstraße und Brunnenbuck. Die Grenzen des Fördergebiets wurden im Rat mit der dazu gehörenden Exklave „Bahnhof“ auf einer Karte dargestellt.
In einem ersten Schritt stehen nun am Bahnhof die vorbereitenden Untersuchungen an. Dazu müssen die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt werden. Erst danach kann das Sanierungsgebiet förmlich festgelegt werden. In einem ersten Schritt des Verfahrens müssen auch die Gebietsgrenzen beschlossen werden.
Anträge zur Aufnahme in das Sanierungsgebiet werden fachlich geprüft und dann dem Gemeinderat vorgelegt, der über eine mögliche Aufnahme in das festgelegte Sanierungsgebiet entscheidet.
Auf Mithilfe angewiesen
Nun sind Gebäude- und Grundstückseigentümer, Mieter und sonstige Nutzer eines Grundstücks oder Gebäudes bei der Mitwirkung gefragt. Sie sind verpflichtet, Auskünfte über Tatsachen bezüglich der Gebäude und Grundstücke zu erteilen. Um den Beginn der Auskunftspflicht anzeigen zu können, muss zunächst das Untersuchungsgebiet festgelegt und damit der Kreis der Auskunftspflichtigen bestimmt werden.
„Wir werden Gebäude für Gebäude aufnehmen und sind deshalb besonders auf die Mithilfe der Eigentümer angewiesen“, erklärte Waldkirch. Die Eigentümer würden dabei gezielt von der Gemeinde angeschrieben. Nach der Bekanntmachung des Beschlusses zur Durchführung vorbereitender Untersuchungen sei es dann möglich, Bauvorhaben oder die Beseitigung baulicher Anlagen erst einmal zurückzustellen, denn auch private Maßnahmen sind förderfähig, erläuterte der Bürgermeister und betonte, dass die gemachten Angaben dem Datenschutz unterliegen würden.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Beginn der vorbereitenden Untersuchungen und die Einholung der Stellungnahmen für das Gebiet „Ortsmitte III/Bahnhofsumfeld“. Ebenso beschlossen wurde die Begrenzung des genannten Untersuchungsgebiets nach dem Lageplan. Anträge zur Aufnahme in das Untersuchungsgebiet werden mit dem Beschluss fachlich geprüft und danach vom Gemeinderat entschieden. Die Verwaltung macht die Beschlüsse öffentlich bekannt und verweist dabei auch gezielt auf die im Baugesetzbuch festgelegte Auskunftspflicht.
Die vorbereitenden Untersuchungen für das Untersuchungsgebiet am Bahnhof wird die KommunalKonzept Sanierungsgesellschaft vornehmen. Deren Honorarangebot für diese Leistungen beträgt 11 800 Euro. „Auch die Kosten für die Untersuchungen sind mit 60 Prozent förderfähig“, informierte er die Gemeinderäte.
Rat stimmt zu
Der Rat stimmte der Annahme des Angebots der KommunalKonzept einstimmig zu. „Wir stehen Gewehr bei Fuß und könnten sofort loslegen, denn dass sich das Bahnhofsumfeld positiv entwickeln soll, das liegt uns sehr am Herzen“, betonte der Bürgermeister.