Beim Wohn- und Geschäftshaus, das die Sparkasse in Müllheim realisiert, wurde Richtfest gefeiert. Foto: Volker Münch

Das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Müllheimer Werderstraße neben dem Sparkassen-Areal soll neue Maßstäbe für eine lebendige Innenstadt setzen.

Es ist eine große Investition, die die Sparkasse Markgräflerland auf dem ehemaligen Eschenbach-Areal direkt zwischen Sparkassen-Park und Fußgängerzone leistet. „Es ist ein besonderer Tag für die Sparkasse, aber auch für die Stadt Müllheim“, betonte der Vorstandsvorsitzende Stephan Grether beim Richtfest.

 

Dieses Gebäude stehe für Zukunft folgender Generationen. Hier werde Wohnen, Gewerbe, eine Möglichkeit als Treffpunkt und für Begegnungen in einem Gebäude an zentralem Innenstadtstandort realisiert. Dabei setze die Sparkasse auch deutliche Zeichen für die Region, in der sie nach den Worten Grethers ambitioniert investiere und dabei für ein Gebäude mit energetischer Effizienz und die Auftragsvergabe an vorwiegend regionalen Firmen sorge.

In dem Gebäude, das die beiden Gebäudeflügel mit ihren Satteldächern im Erdgeschoss durch drei Gewerbeflächen mit insgesamt 600 Quadratmetern verbindet, entstehen außerdem 14 Wohnungen – jeweils sieben barrierefrei mit Wohnflächen von etwa 70 Quadratmetern oder als Maisonettewohnungen mit rund 120 Quadratmetern pro Wohneinheit.

Für die Wohnungen liegen schon Bewerbungen vor

Ferner werden 27 Tiefgaragenplätze geschaffen, die von der Sparkassen-Tiefgarage aus erreichbar sein werden. Für die 14 Wohnungen lägen bereits 30 Bewerbungen vor. „Die Nachfrage ist heute schon riesig“, freute sich der Sparkassenchef und kündigte an, dass die Wohnungen vermutlich zum 1. Januar 2027 bezogen werden können.

Dieses Gebäude stelle ein wichtiges städtebauliches Projekt mit stattlichen Baukosten dar, betonte der Sparkassendirektor – und das bestätigten in ihren Reden auch Architekt Bastian Wieland und Müllheims Bürgermeister Martin Löffler, der auch als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse beim Richtfest zugegen war. Über das konkrete finanzielle Engagement schwieg sich Grether allerdings aus.

Der Gemeinderat habe das Projekt im Vorfeld der Baugenehmigung mehrmals politisch nachjustieren müssen, berichtete Bürgermeister Löffler. Für die Stadt gehe es bei diesem Projekt um eine frequenzbringende und belebende Nutzung für die Innenstadt.

Grundstück mit etwa 1400 Quadratmetern

Löffler bezeichnete den künftigen Gebäudekomplex als eine neue städtebauliche Weiterentwicklung des Zentrums, die „der Innenstadt hier eine Seele“ verschaffe. Das Grundstück mit etwa 1400 Quadratmetern ermögliche ein interessantes Gebäude mit zwei Gebäudeteilen, die eine Bruttogeschossfläche von 2440 Quadratmetern ermögliche.

Besonders nicht nur aus Sicht des Bürgermeisters: die geplante Dachbegrünung der beiden recht steilen Satteldächer einerseits und der Photovoltaikanlage andererseits. Dieses Element trage zu einem verbesserten Klima in der Innenstadt bei und halte bei Regenereignissen überschüssiges Wasser zurück. Löffler dankte dem Sparkassen-Vorstand „für den Mut, dieses Projekt realisiert zu haben“.

Architekt Bastian Wieland vom Karlsruher Büro Archis Architekten und Ingenieure betonte, es sei wegen seiner komplexen Struktur und Bauweise kein einfaches Projekt gewesen. Er verwies auf die vielen Zielvorgaben, angefangen von der Funktion eines Frequenzbringers, über den Beitrag zum Klima bis hin zu einer modernen und nachhaltigen Konzeption.

Fertigstellung bis spätestens Frühjahr 2027

Das Gebäude soll bis spätestens im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden, möglicherweise könne das komplette Gebäude bereits zum Jahresanfang in Betrieb gehen, hieß es am Rande des Richtfests.