Auf dem alten Friedhof in Schömberg entsteht ein Wohlfühlort für die Bevölkerung. Foto: Gemeinde/Heiß

Mitten in Schömberg entsteht ein Wohlfühlort. Der alte Friedhof wird nach einem langen Dornröschenschlaf neu gestaltet. Das ist geplant.

Lange Zeit hat sich auf dem alten Friedhof in Schömberg nichts getan. Das Gelände zwischen Edeka-Markt, Hugo-Römpler-Straße und hinter den an der Lindenstraße stehenden Gebäuden Bäuerle und Blaich lag im Dornröschenschlaf.

 

Dann nahm sich der Schömberger Mäzen Wolfgang Obert der Sache an. Es ist nicht das erste Mal, dass Obert ein Projekt anstieß und dafür die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte.

Ihm verdankt die Glücksgemeinde unter anderem, dass das Linde-Areal am Kreisverkehr neben dem Kurtheater neu gestaltet wurde. Jetzt ist der alte Friedhof an der Reihe. Nach Angaben von Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, gehört das 1875 Quadratmeter große Areal der Kommune. Die Eigentumsfragen seien geklärt.

Hans-Peter Killinger von der gleichnamigen Firma für Garten- und Landschaftsbau stellte dem Gemeinderat im Oktober des vergangenen Jahres die Pläne vor.

Die Freude darüber im Gremium war groß.

So wird die alte Friedhofsmauer saniert und der Grundriss der einstmals dort bestehenden Kirche mit kniehohem Mauerwerk nachvollzogen. Inzwischen ist das Gelände entbuscht. Der alte Baumbestand aber bleibt bestehen, so weit dies möglich ist.

Auf dem alten Friedhof in Schömberg haben die Bauarbeiten begonnen. Foto: Wolfgang Krokauer

Das Areal soll „fast schon zu einem Landschaftsgarten werden“, der eine hohe Aufenthaltsqualität biete, so Killinger im vergangenen Oktober im Gemeinderat. „Die Wege sollen künftig weitestgehend barrierearm angelegt sein“, teilte Stocker nun auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Naschgarten mit Beerensträuchern

Es entstehen Sackwege, die teilweise von Säulenobstbäumen gesäumt werden. Auf den ausdrücklichen Wunsch von Obert wird es einen Naschgarten mit einfach zu pflegenden Beerensträuchern geben, so Stocker.

Auf dem Gelände werden auch Skulpturen aufgestellt, sagte Obert im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Schömberger Mäzen verriet aber nicht, welche Skulpturen es dann sind: „Es soll eine Überraschung werden.“

Lichtakzente sind vorgesehen

Außerdem ist geplant, in dem Garten besondere Lichtakzente zu setzen und Bäume teilweise anzustrahlen, sagte Killinger in der Ratssitzung im vergangenen Oktober. „Ja, es sollen Kabel mitverlegt werden“, teilte jetzt Stocker dazu mit.

Die Kosten für die Elektroarbeiten übernehme die Gemeinde, bestätigten Stocker und Obert.

Die Ausgaben für die anderen Arbeiten in Höhe von mehr als 70.000 Euro trägt er, sagte Obert gegenüber unserer Redaktion.

Er geht von einer Bauzeit von rund zwei Monaten aus. Die Arbeiten sollen bis zu Beginn der Sommerpause Ende Juli abgeschlossen sein.