Mit viel Fantasie, Lokalsatire und tänzerischer Energie sorgten die Erzknappen für beste Unterhaltung und einen langen närrischen Abend.
Den angekündigten „geilsten Stream des Jahres“ lieferten die Erzknappen am Abend des Schmotzigen – und kaum jemand wollte dieses närrische Spektakel verpassen. Unter dem augenzwinkernden Titel „Erzflix“ verwandelte sich der Saal in eine Fasnets-Streamingplattform der besonderen Art.
Während sich die Besucher ihre Lieblingsplätze sicherten, Snacks bei „Fressflix“ und Getränke bei fantasievollen Bars wie „Fluch des Zapfhahns“ oder „Stranger Drinks“ holten, sorgte der Musikverein Frohsinn für das musikalische Warm-up. Im Hintergrund lief der Jahresrückblick der Erzknappen, bevor mit dem traditionellen Narrenmarsch der Einmarsch begann. Pfrieme-Stumpe, Linde-Wieble, Kappelgeist, Ichbe-Hexen, Wurzelhexen, Berneck-Teufel und die Gastgeber selbst präsentierten sich eindrucksvoll in voller Häspracht.
Schlagfertige Moderation
Die noch jungen Vorsitzenden Marius Roth und Moritz Günter fühlten sich angesichts der großen Narrenschar fast an die jüngste Narrenversammlung in Kehl erinnert – während daheim das Dorf nahezu verwaist war.
Schießerei inklusive
Nach dem Ausmarsch nahmen die bewährten Moderatoren Robin und Sven Moosmann auf ihrer Couch Platz. Mit übergroßer Fernbedienung und gewohnt schlagfertig führten sie durch den Abend. Den Auftakt machte „Wild Erz“: Die Nachwuchstanzgruppe DanceERZ begeisterte mit einem hollywoodreifen Western, inklusive Schießerei. Die Trainerinnen Leni, Nele und Antonia sorgen damit, so die Moderation, für eine starke tänzerische Zukunft.
Zwischen den Programmpunkten sorgten kreative Werbeclips in der „Sparversion von Erzflix“ für Lacher – vom Klowagen-Sponsoring bis zur Alcaputti-Ankündigung im Blues-Brothers-Stil. Im Kinderfilm „Erz der Baumeister“ ging es um Baustellen und einen mysteriösen „Jemand“, der in Altenburg unverhoffte Berühmtheit erlangte.
„Löwen“ als Schnäppchen
Statt eines Monsters hinter dem Sofa stand plötzlich Live-Musik auf der Bühne: Die Band „In A Chord“ nutzte die Gelegenheit und sorgte für eine schwungvolle Tanzpause. Auch Klassiker durften nicht fehlen, etwa „Die Erzkönigin“, in der mögliche gastronomische Schnäppchen wie „Krone“, „Linde“ oder „Löwen“ besungen wurden – ein Kauf kam am Ende dennoch nicht zustande.
Lockenpracht ade
Sportlich wurde es beim Rückblick auf die Dorfmeisterschaft, bei der sich die Erzknappen gegen Pfrieme-Stumpe, Wurzelhexen und den KSV durchsetzten. Spätestens beim Männerballett mit ABBA-Discofieber und Feuerwehr-Einsatz erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt.
Für zusätzliche Spannung sorgte das Spiel „Erz oder nix“: Vier Teams drehten am Glücksrad, Moritz Günter opferte dabei live im Stream seine Lockenpracht. Den tänzerischen Schlusspunkt setzte Shoguna mit „Rave into Space“, bevor sich die Moderation verabschiedete. Wer noch Energie hatte, feierte mit Alcaputti bis tief in die Nacht weiter.
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