Die Mötzinger Grundschule bekommt in nächsten Wochen zwei neue Klassenzimmer. Foto: Uwe Priestersbach

In Mötzingen wird die Grundschule um zwei Holzmodule erweitert. Wann sie fertig sein sollen und was das Schulfest damit zu tun hat.

Als Reaktion auf den wachsenden Raumbedarf hatte der Mötzinger Gemeinderat beschlossen, die Grundschule mit zwei Holzmodulen zu erweitern, um so zwei zusätzliche Klassenzimmer zu schaffen.

 

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats standen nun die Vergaben der Erdbau- und Gründungsarbeiten sowie des Modulbaus inklusive des technischen Ausbaus auf der Tagesordnung. Bürgermeister Benjamin Finis erinnerte an die intensive Beschäftigung mit der Frage, wie man dem Raumbedarf gerecht wird – und daran, dass man sich bewusst für ein temporäres Bauwerk entschieden habe.

Unterhalb der Kalkulation

Außerdem informierte der Schultes das Gremium über die Anträge auf Fördermittel beim Ausgleichsstock und der Schulbauförderung. „Wir haben bislang noch keine Förderzusage, rechnen aber mit einer hohen Quote“, so der Rathauschef.

Wie Architekt Frieder Großmann feststellte, liege man bei beiden Gewerken unterhalb der kalkulierten Kosten. So ging der Kostenvoranschlag bei den Erdbau- und Gründungsarbeiten von rund 73 000 Euro aus; den Zuschlag erhielt jetzt aber die Firma Sturm & Müller aus Schopfloch zum Angebotspreis von knapp 55 000 Euro. Auf den Hinweis von Egon Stoll (MLi), dass es in den drei gültigen Angeboten gravierende Unterschiede bei den Einzelpositionen gebe, stellte der Architekt fest: „Wir wundern uns manchmal auch, aber es bleibt jedem Bieter überlassen, wie er kalkuliert“.

Noch gravierender war der Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebotssumme bei der Vergabe des Modulbaus inklusive technischem Ausbau – „der dazu führt, dass es vollwertige Klassenzimmer werden“, wie Benjamin Finis erläuterte. Während man in der Planung von Kosten in Höhe von fast 450 000 Euro ausgegangen war, erhielt die Firma Müller Holzbau aus Simmersfeld den Zuschlag für das Gewerk zum Angebotspreis von 379 000 Euro.

Einweihung am 3. Juli

Die Firma war schon beim Waldkindergarten für die Gemeinde tätig und „ist in der Lage, sofort zu beginnen“, erklärte der Bürgermeister. Die finale Ausstattung der Klassenzimmer soll nun noch mit dem Kollegium besprochen werden, wobei man im Rathaus bis Pfingsten mit einer Fertigstellung der Module rechnet. Und so gebe es sicherheitshalber noch einen kleinen zeitlichen Puffer bis zum Schulfest und der geplanten Einweihung am 3. Juli.