Die Graf-Zeppelin-Kaserne platzt aus allen Nähten. Eine Erweiterung ist unumgänglich geworden – wovon die Althengstetter Gemarkung betroffen ist. Die Bevölkerung wird kommende Woche ausführlich über das Projekt informiert.
Im Oktober war der Althengstetter Gemeinderat zu einer Informationsveranstaltung in das Besucherzentrum des Kommando Spezialkräfte (KSK) eingeladen worden. Hintergrund war die notwendige Erweiterung der Graf-Zeppelin-Kaserne gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr.
„Um die Einsatzbereitschaft des KSK aufgrund von Nato-Vorgaben für die Landes- und Bündnisverteidigung weiterhin zu gewährleisten, ist der Neubau von Unterkünften, Abstellflächen, Lagerhallen und Ausbildungseinrichtungen zwingend erforderlich“, ist in der Mitteilung weiter zu lesen.
Flächensparender Ausbau
Der Bundesbau Baden-Württemberg habe im Auftrag des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr einen ressourcenschonenden und flächensparenden Ausbau sowie eine Optimierung der bisherigen Infrastruktur in der Graf-Zeppelin-Kaserne geprüft. Das Ergebnis: Die erforderlichen Neubauten können auf den vorhandenen Flächen nicht realisiert werden.
Strenge Rechtsnormen
Die für eine Erweiterung notwendige Grundstücksfläche wurde laut Mitteilung auf rund 23 Hektar festgelegt und auch bereits ministeriell anerkannt. Auf dieser Grundlage wird die Bundeswehr als Bedarfsträger gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Immobiliendienstleister des Bundes ein Landbeschaffungsverfahren einleiten. Dieses Verfahren sei an strenge Rechtsnormen gebunden.
Nun folgende Schritte werden transparent
Bei der Veranstaltung für den Gemeinderat seien alle Punkte ausführlich und offen diskutiert worden. Dabei sei schnell klar geworden, „dass es allen beteiligten Stellen wichtig und ein Anliegen ist, die Bevölkerung und die von dem Flächenerwerb betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Beginn an mitzunehmen, in den Austausch zu gehen und die nun folgenden Schritte transparent aufzuzeigen“.
Aus diesem Grund findet am Dienstag, 21. Januar, ab 18 Uhr in der Festhalle von Althengstett eine Bürger-Informationsveranstaltung statt. In dieser werden den Besuchern durch Vorträge die Gründe für eine Erweiterung der Graf-Zeppelin-Kaserne sowie das weitere Vorgehen erläutert. Im Anschluss stehen alle beteiligten Stellen für Fragen aus dem Plenum zur Verfügung.