Die Treppen entlang der Turn- und Festhalle in Pfaffenweiler erhalten im Rahmen der Sanierung ein Geländer Foto: Willi Zimmermann

Der Startschuss für die Erweiterung des Kindergartens in Pfaffenweiler ist im Herbst geplant. Die Gelder sind bereit gestellt, sobald der Haushalt endgültig genehmigt ist.

In Pfaffenweiler stehen in diesem Jahr mit den beginnenden Bauarbeiten zur Erweiterung der Kindertagesstätte und der grundlegenden Neugestaltung der Küche in der Turn- und Festhalle größere Projekte an.

 

Darüber bekam der neue Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO), Tobias Walderich, in der Sitzung des Ortschaftsrats einen ersten Einblick.

Walderich übt das Amt im Augenblick noch kommissarisch aus. Seit zwölf Jahren ist der Architekt bei der Stadt angestellt. Auf Grund der zahlreichen und umfassenden Projekte, die das Amt mit sich bringe, befinde er sich noch in der Orientierungsphase.

Die anstehende Erweiterung der Kindertagesstätte nahm einen breiten Raum am Sitzungsabend ein. Über die Planungsfortschritte berichtete Markus Goike vom GHO in seinem Sachstandsbericht. Das Ganze ist soweit vorangeschritten, dass man im Juli einen Projektbeschluss anstreben kann.

Der Baubeginn wäre im „günstigsten Fall“ im Oktober bis November. Ziel ist es aber, im Laufe des Jahres 2027 fertig zu werden. Die Gelder sind jedenfalls bereit gestellt, sobald der Haushalt endgültig genehmigt ist. Man gehe jetzt mal davon aus, so Goike, dass Kostenberechnungen eingehalten werden können, mit nicht Vorhersehbarem müsse man immer rechnen.

Sanierung der Ausgabeküche in der Turn- und Festhalle

Die Sanierung der Ausgabeküche in der Turn- und Festhalle ist das zweite große Projekt in diesem Jahr. Bei den Planungen habe man einen Küchenplaner miteinbezogen und sei auch auf die Bedürfnisse der Vereine eingegangen, die diese Örtlichkeit in der Regel betreiben, berichtete Markus Goike vom GHO. Der Ortschaftsrat bestätigte die vorgestellte Planung und empfiehlt dem Technischen Ausschuss die Fassung des Projektbeschlusses in einem Kostenrahmen von 275.000 Euro gemäß der Kostenermittlung. Der Ortschaftsrat beschloss außerdem für die Finanzierung des Projekts die Übertragung der Restmittel aus dem Haushaltsjahr 2025 sowie Mittel aus dem Ergebnishaushalt 2026/2027.

Ortsvorsteher Martin Straßacker wies darauf hin, dass seit dem Bau der Halle in den 1970er-Jahren in der Küche immer nur ergänzt, ausgetauscht und „herumgeflickt“ wurde, nie aber ein Gesamtkonzept in Betracht gezogen wurde. Es war immer auch eine Geldsache. „Es gilt mit dem vorhandenen Raum auszukommen und so praktikabel wie möglich umzusetzen“. Vielleicht könne man mit der jetzigen Lösung wieder 50 Jahre leben. Baubeginn ist in den Sommerferien, mit der Fertigstellung ist im November zu rechnen.

Treppengeländer zwischen Festhallenküche und Bolzplatz

Das fast kleinere Problem war die Vergabe von Schlosserarbeiten zur Anbringung von Treppengeländern zwischen dem Zugangsbereich von Festhallenküche und Bolzplatz. Dass so etwas fehlt, sei ihm erst bewusst geworden, so Straßacker, als er per Zufall erfuhr, dass jemand wegen fehlendem Geländer gestürzt war und sich verletzt hatte, dies aber nicht der Ortsverwaltung anzeigte. Der Ortschaftsrat stimmte einem Kostenvoranschlag von rund 3000 Euro einstimmig zu.