In nur sieben Monaten wurde der Rohbau erstellt. Jetzt war Richtfest. Bis zur Einweihung ist Erstversorgung durch die provisorische Station im Rathaus sichergestellt.
„Mit so vielen Teilnehmern und Besuchern hätten wir bei einem Richtfest nicht gerechnet“ – hieß es nachträglich ebenso erfreut wie bescheiden vonseiten des DRK-Kreisverbandes Zollernalb. 60 Anwesende wollten bei dem Anlass dabei sein, den Richtspruch hören und anschließend miteinander auf das sich vollendende Werk anstoßen.
Unter ihnen Landrat Günther-Martin Pauli, Burladingens Bürgermeister Davide Licht, Jungingens Gemeindeoberhaupt Oliver Simmendinger, Kreisbrandmeister Sven Röger, Burladinger Gemeinderäte, Stadtbauamtsleiter Ulrich Ziermann, die Ortsvorsteher Corinna Egle (Hausen), Gerd Schäfer (Killer) und Berthold Krieg (Starzeln), weiterhin Mitglieder der Abteilungswehr Killer und der Bergwacht, zahlreiche Bürger, Mitarbeiter der Firma Rupp, Ringingen, die den Bau erstellt hatten, zahlreiche Bürger und nicht zuletzt leitendes Personal des DRKs, voran Kreisvorsitzender Heiko Lebherz und sein Stellvertreter Dietmar Dieter, Ortsvereins-Vorsitzender Peter Spallinger, Bereitschaftsleiter Frank Löffler und die Rettungssanitäter der Station Killer – die bislang noch provisorisch im Rathaus untergebracht ist.
Über 950 Einsätze seit Baubeginn
Warum das Interesse der Bürgerinnen und Bürger so groß ist? Eine Zahl, die Heiko Lebherz in seiner Ansprache nannte, vermag es zu erklären. Allein seit dem Baubeginn der neuen Rettungswache im vergangenen August wurden von der provisorischen Station im Rathaus (bei Tag und Nacht) über 950 Einsätze im Gebiet Burladingen, im Killertal und im Raum Albstadt gefahren. „Das zeigt uns: Der Standort ist gut.“
Wie Lebherz ebenfalls erwähnte, werden die Rettungswachen immer öfter um Hilfe ersucht, wenn im Medizinwesen etwas nicht funktioniert. „Wenn keiner mehr kommt – das DRK kommt auf jeden Fall.“ Das alles ist der Bevölkerung bewusst. Daher das Interesse an dem Bau und die Zufriedenheit über den schnellen Fortschritt des Projekts. (Zumal das Vorhaben in der Anfangsphase zeitweilig auf der Kippe stand. Es ließ sich zunächst kein Standort in den oberen Killertalgemeinden finden. Schon rückte damals Jungingen in den Blick.)
Verlässliche lokale Partner
Allerhöchste Zufriedenheit zeigten auch Architekt Martin Bühler, Dietmar Dieter, der das Vorhaben von der DRK-Seite her verwaltungstechnisch begleitete, Davide Licht und Heiko Lebherz. Höchstes Lob galt der Bauunternehmung Rupp, die den eingeschossigen Flachdachbau in Leichtbetonweise überaus zügig und handwerklich „sauber“ in wenigen Monaten erstellte.
Es sei gut, sagte Architekt Bühler, wenn man mit solchen, lokalen und zuverlässigen Unternehmen zusammenarbeiten könne. Heiko Lebherz, zugleich Bürgermeister von Haigerloch, ließ schmunzelnd etwas Eifersucht durchblicken. In seiner eigenen Stadt verfüge die DRK-Rettungswache nur über einen Containerstandort. Man werde, kündigte er an, dem Vorbild Burladingen/Killer nacheifern.
Begehrlichkeiten der Ortswehr
Geulkt wurde darüber, wer schneller in das neue Gebäude einzieht, wenn es vollends fertiggestellt ist: Das DRK oder die Feuerwehr? Wie berichtet, ist die provisorische Rettungswache seit 2022 im Gerätehaus der Ortswehr im Erdgeschoss des Killer Rathauses mit untergebracht. Abteilungskommandant Manuel Petznik und seine Leute gaben zu, die sich abzeichnende Station wecke durchaus Begehrlichkeiten in ihren Reihen. Zuletzt wird die Truppe natürlich doch an ihrem angestammten Sitz bleiben – den sie dann wieder für sich allein hat.
Diesbezüglich galt der Dank des Bürgermeisters der Wehr, die bereit war, für die Zeit des Übergangs Platz für das DRK zu machen. Ebenso für die gute Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung, die sich während des Interims ebenfalls stark einschränken musste.
Dank an die Anwohner
Den feierlichen Höhepunkt bildete der gereimte Richtspruch von Alexander Rupp. Wie es der Brauch vorschreibt, leerte er am Schluss der launigen Rede und nach den Segenswünschen sein Glas auf einen Zug, um es danach klirrend und glückverheißend vom Dach zu Boden zu schmettern.
Dietmar Dieter sagte eingangs, mit der Fertigstellung der Wache schaffe man „eine zukunftsfähige Grundlage für die Arbeit im Rettungsdienst, mit der die medizinische Erstversorgung im Raum Burladingen und darüber hinaus sichergestellt ist.“ Wenn alles weiterhin so gut vorangehe, könne die Wache spätestens Anfang 2027 in Betrieb gehen. Er dankte allen, die zu diesem Baufortschritt beigetragen haben, desgleichen den Nachbarn, welche die Behinderungen während der Bauzeit klaglos akzeptieren.